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Marrs, K. (2007): Zwischen Leidenschaft und Lohnarbeit. Berlin: Edition Sigma.

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InstitutionInstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung München ISF
ProjektbeteiligteMarrs, Kira; weitere Beteiligte: Boes, Andreas; Sauer, Dieter
ProjektcharakterTeilvorhaben im Verbundprojekt "Dienst - Leistung(s) - Arbeit"; neben dem ISF waren beteiligt: ISO Saarbrücken, IAT, WSI. ISF bearbeitete das Teilgebiet "Audiovisuelle Dienstleistungen". Vorliegender Bericht ist Dissertation an der TU Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften.
weitere Veröffentlichungen
Projektlaufzeit2000-2003
Erhebungszeitraum2002
FälleOffen
AuswahlAV-Medien-Branche (Film und Fernsehen); Medienstandorte München und Frankfurt; Auswahl der Beschäftigten siehe S. 31
Erhebung1.) leitfadengestützte Intensivinterviews mit freien Filmschaffenden im Bereich der Film- und Fernsehproduktion, Dauer zwischen 90 Minuten und vier Stunden; 2.) leitfadengestützte Experteninterviews mit Vertretern der Gewerkschaften, Berufsverbänden und anderen Branchenexperten. Insgesamt ca. 30 Interviews, aufgezeichnet und transkribiert.
ForschungsgebietSubjektivierung; Entgeltsysteme/Leistungspolitik; Dienstleistungsarbeit; Arbeitsorientierungen; Atypische Beschäftigung;
FragestellungZentrale Frage: "Wie und wodurch wird Leistung in der Praxis gesteuert?" (S. 18). Zentrale These: Vor dem Hintergrund weitreichender Umbrüche der Arbeit gewinnen zwei Relationen zunehmend an Bedeutung: 1.) Zusammenhang von Leistung und Subjekt; 2.) Zusammenhang von Leistung und Beschäftigungssicherheit (S. 12). Es soll ein Blick auf die Lebenssituation von Freien Mitarbeitern in der Medienindustrie geworfen werden: "Wie sieht die Arbeitsrealität jenseits des "Normalarbeitsverhältnisses" aus? Welche Chancen und Risiken resultieren aus den Flexibilitätsanforderungen? Wie entwickeln sich die Arbeits- und Lebensbedingungen außerhalb des "Normalarbeitsverhältnisses"? (S. 26)
TheoriebezugWährend in Kapitel 1 der Forschungsstand vor dem Hintergrund der sich verändernden Arbeitswelt skizziert wird (hinzu , findet in Kapitel 2 eine Auseinandersetzung mit der industriesoziologischen Diskussion zu Leistung und Kontrolle statt (dem sog. Transformationsproblem). Dies geschieht vor allem mit Bezug auf tayloristische Kontrolle, neue Managementkonzepte sowie marktorientierte Steuerungsformen und indirekte Steuerung.
ErgebnisseDie empirischen Ergebnisse werden in Kapitel 3 aufgearbeitet. Dabei geht es neben den Branchenbesonderheiten vor allem um Arbeitsorganisation und Leistungssteuerung, Arbeits- und Lebensbedingungen, sowie Einstellungen, Haltungen, etc., der Befragten. Als wesentliches Ergebnis gilt: Arbeits- und Leistungsbedingungen sind in diesem Feld nicht mit den gängigen Vorstellungen "moderner Dienstleistungsarbeit" kompatibel: "Sie zeichnen sich durch Fremdbestimmung, hohe Belastungen und erhebliche Unsicherheit aus und stehen damit in einem eklatanten Widerspruch zu den geäußerten Arbeits- und Lebenskonzepten der befragten Film- und Fernsehschaffenden" (S. 12). Die Ergebnisse werden im abschließenden vierten Kapitel zusammengeführt und zu einer These einer "neuen Ökonomie der Unsicherheit" verdichtet (S. 32).
Erkenntnisziel"Der Kern der vorliegenden Arbeit besteht in der Verbindung des "modernen" Medienfelds mit einer "traditionellen" Frage der Industriesoziologie: der Frage nach Formen der Leistungssteuerung und Kontrolle" (S. 11).
SelbstdefinitionBegriff Fallstudie taucht nicht auf.
MethodenbegründungIm Methodenkapitel geht es hauptsächlich um die "Anlage der Untersuchung" (S. 26-32). Weil bis dato noch keine Untersuchungen zum Feld vorliegen, wird eine "explorative" Studie durchgeführt (S. 26). In dem Kapitel wird das Untersuchungsfeld vorgestellt und das methodische Vorgehen beschrieben. Tiefen-, bzw. Intensivinterviews werden in Anlehnung an Frerichs 1980 gemacht (S. 29). Außerdem wird die Auswahl der Interviewpartner beschrieben (ebd., siehe auch Tabelle auf S. 31).
AuswertungAuswertung der Interviews mit MAXqda. In die Auswertung gingen 22 Interviews ein.
FalldarstellungHäufiger Rückgriff auf Zitate im Fließtext, ansonsten kurze Darstellung zum Sampling der Interviewpartner auf S. 31.
EingabeTUM

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