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Veröffentlichung

Pries, L.; Schmidt, R.; Trinczek, R. (1990): Entwicklungspfade von Industriearbeit. Opladen: Westdeutscher Verlag.

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InstitutionUniversität Erlangen-Nürnberg, Institut für Soziologie
ProjektbeteiligtePries, Ludger; Schmidt, Rudi; Trinczek, Rainer; Ellguth, Peter; Soyez, Joachim; Werner-Hager, Elisabeth
ProjektcharakterIm Rahmen des Programms "Mensch und Technik - sozialversträgliche Technikgestaltung" durchgeführtest Projekt: "Modernisierung der Produktionstechnik und soziale Differenzierung". Finanzierung durch den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und die Universität Erlangen-Nürnberg.
weitere VeröffentlichungenPries/Schmidt/Trinczek (1989)
Projektlaufzeit18 Monate (S. 1)
ErhebungszeitraumKeine Angabe
Fälle16 Betriebe
Auswahl7 Betriebe aus dem Maschinenbau, 9 aus der Elektroindustrie aus den Regionen Mittelfranken und Nordrhein-Westfalen. "Zentrales Auswahlkriterium für die Untersuchungsbetriebe unserer eigenen Erhebung war der erreichte Grad der Produktionsrationalisierung und der informationstechnischen Integration" (S. 9).
ErhebungKurzrecherchen: mindestens eine intensive Betriebsbegehung, ein Interview mit dem Management, eines mit dem Betriebsrat, teilweise noch Dokumentenanalyse und in zwei Fällen "im Abstand von ca. jeweils sechs Monaten wiederholt Anschlussinterviews über die inzwischen stattgefunden Entwicklung in den Rationalisierungsprojekten (...)" (S. 9). In diesen zwei Betrieben waren auch Beschäftigteninterviews möglich. Insgesamt wurden anhand eines thematisch gegliederten Leitfadens 38 Interviews mit 52 Experten durchgeführt. Außerdem wurden sieben Branchenexpertisen durchgeführt.
ForschungsgebietTechnologische Entwicklung; Rationalisierung; Arbeitspolitik
FragestellungIm Zentrum stand die Bestandsaufnahme zentraler Trends industrieller Produktionsmodernisierung. Hauptfragen: "Ist ein 'Ende der Massenproduktion' (Piore/Sabel 1985) in Sicht bzw. führt der (unterstellte) relative Bedeutungsverlust hochstandardisierter Massenfertigung zu einer zumindest partiellen Renaissance handwerklicher Produktionsprinzipien? Oder schafft umgekehrt die Standardisierung flexibel-kombinierbarer Module nach dem Baukastenprinzip die Voraussetzungen für einen neuen Automatisierungs- und vielleicht auch Taylorisierungsschub?" (S. 15)
TheoriebezugDie Fragestellungen und Untersuchungsdimensionen bauen auf zwei Problemkomplexen auf, die als das "Generalisierungs-Differenzierungs-Dilemma" und als die "Determinismus-Voluntarismus-Problematik" bezeichnet werden. Der Stand der Forschung und die theoretische Grundlegung werden in den jeweiligen Unterkapiteln nahe am Forschungsgegenstand aufbereitet (z.B. zur Produktionsmodernisierung, aber auch zur Frage des Qualifikationswandels und zur betrieblichen Herrschaft).
ErgebnisseEs gibt ein zusammenfassendes Kapitel am Ende des Buches, aber auch zu Ende jedes Kapitels selbst befindet sich ein Resümee. Zunächst werden verschiedene Entwicklungstrends der Produktionsmodernisierung aufgezeigt (Kap. 2): z.B. Produktstruktur und Absatzstrategie (Beobachtung ambivalenter Prozesse von Differenzierung und Standardisierung beobachtet, insgesamt "recht widersprüchlich" (S. 222), liefern keinen klaren Anhaltspunkt für besonders hohe Durchsetzungschancen neuer Produktionskonzepte), z.B. Fertigungssysteme (vier Entwicklungstendenzen - Flexibilisierung, Prozeßkontinuisierung, Fertigungsorganisation, Vernetzung), z.B. Arbeitsorganisation (ebenfalls vier Veränderungslinien), z.B. Personalsystem (v.a. Segregation der Beschäftigten in 'Rationalisierungsgewinner' und 'Rationalisierungsverlierer'). Im Anschluss werden zwei zentrale arbeitspolitische Dimensionen zentriert ("Qualifikation", "Kontrolle") (Kap. III und IV) und abschließend Gestaltungsspielräume eruiert (Kap. V).
Erkenntnisziel"Wir haben in dieser Studie versucht, nüchtern die Chancen und auch die Risiken des gegenwärtigen Umbruchs in der Industrie für die Beschäftigten aufzuzeigen. Die Probleme und Aufgaben, die sich für die Arbeitnehmer, ihre betriebliche Interessenvertretung und die Gewerkschaften, aber auch für Staat und Unternehmer stellen, sind nicht gerade gering zu schätzen. Wenn wir mit unserem Forschungsprojekt zu deren Erhellung beitragen können, hat es u.E. seinen Zweck erfüllt" (S. 10).
Selbstdefinition"Kurzrecherche"; "Verlaufstudien" (S. 9)
MethodenbegründungEs gibt kein Methodenkapitel. Es handelte sich um ein Verbundprojekt, das versuchte, durch Bündelung des verfügbaren empirischen Wissens, d.h. vor allem der diversen Einzelstudien, die Erkenntnisbasis zu verbreitern. Hierfür wurde die Idee der "branchenspezifischen Expertenanalyse" (S. 1) geboren. Der gewünschte Überblick sollte über dem Niveau von Betriebsfallstudien liegen und zumindest die Breite von Sparten oder Branchensektoren erreichen. Hierzu wurden ergänzend eigenen Erhebungen durchgeführt. Auf ca. 2 Seiten wird kurz das methodische Verfahren der eigenen Erhebungen erklärt. "Wie schon erwähnt, kommt den Ergebnissen der eigenen Erhebungen im Maschinenbau und in der Elektroindustrie nur der Stellenwert exemplarischer Empirie zu. An einigen Beispielen soll entweder aufgezeigt bzw. vertieft werden, was die Experten in ihren Branchenberichten nur anreißen konnten, oder es sollen Fälle dargestellt werden, die gängigen Befunden widersprechen und von denen begründeterweise anzunehmen ist, dass es sich dabei um nicht ganz untypische Beispiele handelt" (S. 170). In der Einleitung wird zudem auf einer Metaebene reflektiert, welchen Stellenwert die Fallstudien in der deutschen arbeits- und industriesozilogischen Forschung hat, welche Probleme sich bei dieser Art der Forschung ergeben (ins. Verallgemeinerbarkeit) und wie die Autoren damit umgehen.
AuswertungKeine Angabe
FalldarstellungDie einzelnen Untersuchungsbetriebe werden nicht vorgestellt. In der Darstellung der Ergebnisse wird jedpch immer wieder auf die Untersuchungsbetriebe verwiesen (S. 170ff).
EingabeTUM

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