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Bahnmüller; R.; Bispinck, R.; Schmidt, W. (1993): Betriebliche Weiterbildung und Tarifvertrag. München, Mering: Hampp.

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InstitutionKooperation FATK und WSI
ProjektbeteiligteBahnmüller, Reinhard; Bispinck, Reinhard; Schmidt, Werner
ProjektcharakterHBS-Projekt
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
Erhebungszeitraum1990-1992
Fälle7 Betriebsfallstudien (S. 35)
AuswahlMittelständische und Großbetriebe der Metallindustrie (Maschinenbau, Straßenfahrzeugbau, Elektroindustrie und Anlagenbau) in Baden-Württemberg (S. 35).
ErhebungMethodenmix, qualitativ und quantitativ: 1.) Betriebsfallstudien, 2.) Experteninterviews mit Verbandsvertretern, 3.) schriftliche Befragung, sowie 4.) Dokumenten-, Literatur- und Sekündärauswertungen statistischer Erhebungen (S. 35). Zu 1.) Auswahlkriterien für Betriebe: wichtigste Branchen der Metallindustrie; betriebliche Weiterbildungspraxis bisher eher positiv. Daher stellen die Fallstudien eine Positivauswahl dar. "Im Rahmen der Betriebsfallstudien wurden in zwei Wellen Geschäftsführer und Personalleiter, Betriebsleiter, Meister, Vorgesetzte ausgewählter Fachabteilungen sowie Betriebsräte und Mitglieder einschlägiger Ausschüsse z.T. mehrfach befragt (Panel)" (S. 35). Insgesamt wurden 42 Interviews geführt. I.d.R. wurden diese mitgeschnitten und transkribiert. Zu 2.) z.T. mehrfache Expertengespräche mit Verbandsvertretern der Arbeitgeber (VMI) und der IG Metall. Insgesamt 18, ebenfalls auf Tonband und transkribiert (S. 36). Dazu zwei Diskussions-Seminare mit Betriebsräten um deren Umgang und deren Erfahrungen mit dem Tarifvertrag zu eruieren. Zu 3.) und 4.), dem quantitativen Teil der Untersuchung: Schriftliche, standardisierte Vollerhebung in allen Betrieben der Metallindustrie in BW, die unter den LGRTV fallen (01/1992). Ca. 1600 Betriebe waren in die Untersuchung einbezogen, in allen Betrieben wurden auch jeweils ein Betriebsrat und Manager angeschrieben. Davon kamen 517 von BR (33%) und 272 von Managern (18%) zurück. Die Bearbeitungszeit des Fragebogens lag zwischen 60 und 180 Minuten. Der Fragebogen für Manager umfasste 55 Fragen (222 Variablen), für BR 58 Fragen (241 Variablen). Die befragten Betriebe decken insgesamt knapp 387000 Beschäftigte ab (36% aller Beschäftigten der Metallindustrie in BW) (S.36 ff.).
ForschungsgebietWeiterbildung/Qualifizierung/Kompetenzentwicklung; Mitarbeiterpartizipation; Tarifpolitik
FragestellungFokus: Umgang der betrieblichen Akteure mit den tariflichen Bestimmungen und deren Wirkungen auf die Qualifizierungs- und Weiterbildungspolitik der Betriebe. Hinzu kommen Fragen gewerkschaftlicher Vertretungspolitik (S. 29-35).
TheoriebezugDie Autoren konstatieren ein generelles Manko an theoretischer wie empirischer Forschung zur beruflichen und betrieblichen Weiterbildung (S.29). Aufgegriffen werden z.B. die Publikationen von Mahnkopf (1989) oder Noll (1987).
ErgebnisseBeschreibung des Tarifvertrags LGRTV 1: das tarifpolitische Umfeld, der Verhandlungsprozess und das Ergebnis (Kap. III). Anschließend daran "Stand der Weiterbildung" in den Betrieben (Kap. IV, siehe Zus. S. 166). Betriebsräte und Weiterbildung: die Politiken der BR bezüglich Weiterbildung unterscheiden sich maßgeblich. Das Spektrum reicht von Ignoranz bis hin zu erfolgreichen BR-Initiativen (Kap. V, s. Zus. S. 220). Beschreibung der (problematischen) Umsetzung und Bewertung der Qualifizierungsbestimmungen des LGRTV 1 (Kap. VI). Die Interpretation der Befunde erfolgt in zusammenfassenden Kapiteln durch Rückkopplung auf die Fragestellungen.
ErkenntniszielEmpirische Forschung zu Weiterbildung ausbauen. Praxisnahe Forschung, d.h. konkrete Handlungsmöglichkeiten für betriebliche Interessenvertretung aufzeigen. Unmittelbarer Anlass für die Forschung: Abschluss des Lohn- und Gehaltsrahmentarifvertrags I für Nordwürttemberg/Nordbaden im Jahr 1988. Dieser Tarifvertrag beinhaltet neben einer gründlichen Überarbeitung der analytischen Arbeitsbewertung auch Qualifizierungsregelungen - diesen kommt Pilotcharakter zu. Auf Grundlage der empirischen Ergebnisse zur Umsetzung dieses Tarifvertrags werden Gestaltungsmöglichkeiten für gewerkschaftliche Qualifzierungs- und Weiterbildungspolitik offeriert (Kap. VII).
SelbstdefinitionDie Autoren bezeichnen ihre Methode als "Betriebsfallstudie" (S. 35). Was genau darunter zu verstehen ist, bleibt zu vermuten: sie werden v.a. über die 42 Interviews definiert. D.h. circa 6 Interviews pro Betrieb. Die 18 Experteninterviews werden extra aufgeführt, nicht unter dem Punkt "Betriebsfallstudie" (S. 35f.).
MethodenbegründungDas empirische Design der Untersuchung wird in Kap. II.2 auf 5 Seiten dargestellt. Hier wird die qualitative und quantitative Erhebung detailliert beschrieben. Als Fazit des Methodenmixes wird gezogen:"... die Analyse der Qualifizierungsbestimmungen für die baden-württembergische Metallindustrie lieferte Ergebnisse, die trotz aller branchen- und regionalspezifischen Besonderheiten bis zu einem gewissen Grad verallgemeinerbar sind. Die gegebene Problem- und Handlungskonstellation scheint uns durchaus typisch für die beruflich-betriebliche Qualifizierung in der privaten Wirtschaft insgesamt..." (S. 262).
AuswertungFür die qualitativen Daten unklar; Darstellung der quantitativen Daten in Tabellen und Diagrammen
FalldarstellungDie sieben Betriebsfallstudien werden nicht explizit dargestellt. Im Fließtext werden Beispiele untergebracht. Meist Zitate aus Interviews, oder Zusammenfassungen solcher, hervorgehoben durch Einrückung und andere Schriftart. Diese Abschnitte sind i.d.R. recht lang und dafür nicht allzu häufig (z.B. S. 73, 76, 80, S. 130 -132). Darstellung der quantitativen Daten in Tabellen und Diagrammen.
EingabeTUM

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