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Fricke, E.; Fricke, W.; Portmann, G.; Schmidt, W.; Schönwälder, M. (1976): Arbeitsformen technischer Intelligenz im Steinkohlenbergbau. Opladen: Westdeutscher Verlag.

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Details

InstitutionForschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn
ProjektbeteiligteFricke, Else; Fricke, Werner; Portmann, Gerd; Schmidt, Wolfram; Schönwälder, Manfred
ProjektcharakterDie Untersuchung wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft und des Ministers für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumOktober 1970 - August 1971
Fälle4 Fälle = 4 Betriebe
AuswahlUntertagebetriebe von vier Bergwerken des westdeutschen Steinkohlenbergbaus: vier Schachtanlagen der Ruhrkohle AG.
Erhebung1.) begleitende Beobachtung von insgesamt 74 technischen Angestellten (Schicht-, Revier-, Fahr-, Obersteiger und Betriebsführer) auf 207 begleiteten Schichten á 6 Stunden untertage plus Vor- und Nachbereitungszeiten über Tage; 2.) Standardisierte Befragung von insgesamt 545 technischen Angestellten auf vier Zechen (nach Angaben der Autoren). Leitfaden zum Fragebogen und Vercodungsschema im Anhang.
ForschungsgebietMitarbeiterpartizipation; Arbeitsorganisation; Arbeitsgestaltung; Arbeiter
Fragestellung„Entsprechend unserer Hauptfragestellung, die unsere Forschungen über Jahre leitete (Bereitschaft und Fähigkeit der Beschäftigten zur Mitwirkung/Beteiligung an der Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen) hatten wir die ursprüngliche vom Auftraggeber vorgegebene Fragestellung der Untersuchung verändert. Ursprünglich lautete die Fragestellung ‚Anpassung der technischen Angestellten im Steinkohlenbergbau an den technischen Wandel’; wir setzten jedoch die Umkehrung des Untersuchungsziels durch und erforschten die ‚Fähigkeit technischer Angestellter in Untertagebetrieben des Steinkohlebergbaus zur Gestaltung von Arbeitsorganisation und Technik“ (nach Angaben der Autoren).
TheoriebezugKonzeptionelle Überlegungen zu "Qualifikation" (vgl. Fricke 1971, 1976). Immer wieder Bezug auf und Abgrenzung zu Kern/Schumann (1970), Lutz (1969), Weltz (1959).
ErgebnisseEs gibt kein zusammenfassendes Kapitel. Die Ergebnisse werden in drei Abschnitten dargestellt: 1.) Der Zusammenhang von Arbeitsorganisation und Tätigkeit der technischen Angestellten (Kap. 3); 2.) Die Einstellung der technischen Angestellten zur Organisation der betrieblichen Entscheidungs- und Informationsprozesse (Kap. 4); 3.) Qualifikationspotenzial und Tätigkeit der technischen Angestellten unter Tage (Kap. 5).
Erkenntnisziel„Die Untersuchung soll Aufschluss über das Verhältnis von verfügbarem Qualifikationspotenzial und den von den Produktionsprozessen gestellten Arbeitsanforderungen geben. Dabei sollte insbesondere geklärt werden, ob die Qualifikationen der technischen Angestellten den gegenwärtigen Arbeitsaufgaben angemessen waren und ob sie darüber hinaus ein ausreichendes Potential zur Bewältigung des künftig zu erwartenden Funktionswandel enthielten“ (S. 15). "Hier werden neue Wege in sofern beschritten, als bewusste Anstrengungen zur Umsetzung und Anwendung industriesoziologischer Forschungsergebnisse unternommen werden. Falls dieses Beispiel Schule macht, könnte die Industriesoziologie zum Nutzen der Wissenschaft wie der betrieblichen Praxis die bisher dominierende Orientierung an analytischen Fragestellungen überwinden und zu einer handlungsorientierten Disziplin werden" (S. III).
SelbstdefinitionDer Begriff der Fallstudie wird im Forschungsbericht nicht verwendet, aber von den Autoren als solche eingestuft.
MethodenbegründungEs gibt ein Methodenkapitel (S. 15ff.), dort werden der "analytische Ansatz" und die "methodische Anlage" diskutiert, sowie die Untersuchungsmethode diskutiert: Für die begleitende Forschung war ein Leitfaden entwickelt worden (unter Verwendung von Atteslander 1971). Ziel war die Beobachtung des prozesshaften Charakters der Untertagetätigkeiten in ihrem kooperativen und systematischen Zusammenhang. Um insbesondere die Formen der Kooperation und Kommunikation zwischen den technischen Angestellten verschiedener Funktion und Hierarchieebenen empirisch zu ermitteln, fanden jeweils parallel (gleichzeitig) auf einer Schicht fünf begleitende Beobachtungen verschiedener technischer Angestellter statt. Die Beobachtungen wurden während der Begleitung im Arbeitsablauf der technischen Angestellten stichwortartig protokolliert und danach in möglichst kurzem Zeitabstand (nie mehr als 5 Tage) zu ausführlichen Protokollen ausgearbeitet. Im Institut fanden regelmäßig Diskussionen des Untersuchungsteams zur Reflexion der Untersuchung und zur Sicherung von Zwischenergebnissen statt (Angaben Fricke). Abgrenzung zur Methode der Arbeitsplatzbeobachtung, wie sie bei Kern und Schumann in ‚Industriearbeit und Arbeiterbewusstsein’ durch geführt wurde (S. 27ff.).
AuswertungKeine Angabe
FalldarstellungDie Untertagebetriebe werden nicht einzeln vorgestellt. In der Darstellung der Forschungsergebnisse werden immer wieder beispielhaft quantitativ erhobene und statistisch ausgewertete Zahlen und Tabellen verwendet.
EingabeTUM

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