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Bechtle, G. (1982): Arbeitsorganisation als Verhandlungsfeld zwischen Betrieb und Gewerkschaften. Frankfurt: Campus.

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InstitutionInstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung München (ISF)
ProjektbeteiligteBechtle, Günter
ProjektcharakterDFG-Projekt
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
Erhebungszeitraum2 Phasen: 1975/1976 und 1978
Fälle2 Betriebe = 2 Fälle
AuswahlZwei Betriebe der italienischen Stahlindustrie.
ErhebungErhebung fand in zwei Phasen statt, die jeweils (wenn auch in unterschiedlicher Intensität arbeitsorganisatorische Umstellungen fokussierten (S. III). Untersuchung war eine "Intervention mit experimentellen Charakter" (S. 40), Forscher hatten gleichzeitig auch "Beratungsfunktion" (S. 39). "Die Erhebungsmethode bestand in Einzelinterviews mit den unmittelbaren Arbeitsvorgesetzten und den übrigen Arbeitskräften in all jene Abteilungen des Bereiches, in denen für den Produktionsprozeß relevante Funktionen ausgeführt werden" (S. 46). Für beide Fälle werden die Erhebungsleitfaden für Beschäftigteninterviews abgedruckt. Zudem wurden Gruppeninterviews durchgeführt, die vor allem dazu dienten die bisher erarbeiteten Zwischenergebnisse (die rekonstruierten Produktionsprozesse) zu korrigieren (daher auch "Verifikationssitzungen") (S. 49).
ForschungsgebietMeister; Betriebliche Arbeitsbeziehungen; Gewerkschaftliche Interessensvertretung
Fragestellung"Um den historisch-exemplarischen Stellenwert der zu analysierenden betrieblichen Experimente mit neuen Formen der Arbeitsorganisation richtig einzuschätzen, sind mehrere Fragen zu beantworten: Wodurch ist die 'neue' gewerkschaftliche Strategie bestimmt, innerhalb derer die Arbeitsorganisation als zentral thematisiert wird? Weiter ist zu fragen, inwieweit die entsprechenden gewerkschaftlichen Tarifforderungen auf betrieblicher Ebene einen Veränderungsdruck ausüben und damit die Sicherstellung von Produktivität und innerbetrieblicher Herrschaft gefährden können. Notwendig ist gleichzeitig, den "Binnenaspekt" der gewerkschaftlichen Strategie zu bestimmen: Welches organisatorische Eigeninteresse an der Verbesserung ihrer Machtposition innerhalb der industriellen Beziehungen verfolgen die Gewerkschaften durch die Reformierung ihrer Apparatstruktur und Innovation ihrer Forderungsinstrumente in dieser historischen Phase?" (S. 3)
TheoriebezugKeine erkennbare systematische theoretische Fundierung. Beschreibung des "Italienischen Taylorismus" in gewerkschaftlicher und betrieblicher Perspektive (S. 6ff.), sowie der "gewerkschaftliche Doppelstrategie neuer Organisationsprinzipien der Interessenvertretung (S. 8ff.). Direkte Interpretation der Befunde aus einer einmaligen Situation heraus. Grundthese ist dabei, dass "(...) die Beziehung zwischen Technologie und Organisationssystem nicht als deterministisch charakterisierbar ist" (S. 41).
ErgebnisseDie Ergebnisse werden für die Fälle einzeln dargestellt, dabei werden die neuen Arbeitsorganisationen vorgestellt, deren Effekte für die Arbeitskraft, damit verbundene äußere Widerstände und immanente Probleme, z.B. der Arbeitssicherheit und der Umgebungssicherheit.
ErkenntniszielSämtliche Entwicklungen und Besonderheiten in der Handhabung beziehen sich auf die italienische Stahlindustrie. Aus diesem speziellen Kontext heraus will der Autor Veränderungen analysieren und verstehen.
SelbstdefinitionDer Autor bezeichnet die Studie als "Betriebsfallstudie" (vgl. z.B. S. 27).
MethodenbegründungDie Auswahl der Interviewpartner und die Durchführung der Interviews wird auf den Seiten 46ff. beschrieben.
AuswertungDie Ergebnisse der Erhebungen wurden in Form von "Flußdiagrammen" festgehalten (S. 48): "Diese Flußdiagramme beschreiben in maximaler Differenziertheit die Ablauforganisation und die Entscheidungen, die der Produktionsprozeß in den verschiedenen Abwicklungen erfordert" (S. 47).
FalldarstellungDie beiden Fälle werden separat voneinander aufbereitet und dargestellt ("Betriebsmonographie 1" und "Betriebsmonographie 2", S. 27-157). Eine Verknüpfung der Befunde wird nicht durchgeführt.
EingabeTUM

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