Abfragedetails

Suche


Veröffentlichung

Kuhlmann, M.; Sperling, H.J.; Balzert, S. (2004): Konzepte innovativer Arbeitspolitik. Berlin: Edition Sigma.

PDF-Datei Inhaltsverzeichnis

Details

InstitutionSoziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI)
ProjektbeteiligteKuhlmann, Martin; Sperling, Hans Joachim; Balzert, Sonja
ProjektcharakterVom BMBF gefördertes Projekt, Projektträger "Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen".
weitere Veröffentlichungen
Projektlaufzeit2000-2003
Erhebungszeitraum2001-2002
Fälle22 Fälle in 4 Branchen, detaillierte Darstellung auf S. 51.
Auswahl4 Branchen: Automobilindustrie, Chemische Industrie, Elektroindustrie, Maschinenbau (Begründung für Auswahl siehe S. 44ff. und jeweils zu Beginn der Darstellung des Falls). Kriterien für die Betriebsauswahl (S. 48), z.B. langjährige Erfahrung mit Konzeptualisierung und Umsetzung von Arbeitspolitik.
ErhebungMethodenmix aus 1.) Arbeitsplatzbeobachtungen, 2.) Expertengesprächen (ca. 190, J.P.), 3.) qualitativen Interviews mit Beschäftigten (ca. 110, davon 31 in Gruppendiskussionen); 4.) schriftlichen Befragungen (insgesamt ca. 600, J.P.); und, 5.), Wirtschaftlichkeitserhebungen (Kap. 1.7). Siehe dazu auch die Tabelle auf S. 51.
ForschungsgebietArbeitspolitik; Arbeitsgestaltung; Reorganisation
FragestellungDie vorliegende Studie geht den Fragen nach, "(...) wie sich, ausgehend von den Entwicklungen in Vorreiterunternehmen, die Konturen innovativer Arbeitspolitik beschreiben lassen, ob sich dabei einheitliche Grundprinzipien finden, wie weitreichend die Veränderungen der betrieblichen Strukturen sind und mit welchen Wirkungen sie sich verknüpfen. Im Kern geht es uns darum, avancierte Lösungen zu analysieren und zu bilanzieren, die den Grundgedanken innovativer Arbeitspolitik möglichst weitgehend entsprechen, sich also als Good-Practice-Beispiele einer solchen Politik darstellen lassen" (S. 43).
TheoriebezugTheoretisch im Mittelpunkt stehen die (Entwicklung der) Debatte um Arbeitspolitik (seit Mitte der 1980er Jahre) (z.B. Malsch/Seltz 1987, Kern/Schumann 1984, Piore/Sabel 1985, Bechtle/Lutz 1989, Pries et al. 1990), die Auswirkungen neuer Arbeitsformen (Fokus Auswirkungen von Gruppenarbeit, z.B. Minssen et al. 1991, Senghaas-Knobloch et al. 1996, Kuhlmann/Schmumann 2000, u.a.) und aktuelle Entwicklungen (unterschiedlichste Konzeptvorstellungen und Veränderungsbewegungen, z.B. Springer 1999, Bullinger 2002, Schumann 1998, Jürgens 1997). Die "Kohärenz innovativer Arbeitspolitik" wird kritisch beleuchtet und mit eigenen Überlegungen flankiert (insbesondere mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit arbeitspolitischer Maßnahmen).
ErgebnisseIm abschließenden Quervergleich der Fälle werden zunächst die generellen Konzeptbestandteile in ihren Charakteristika skizziert (Arbeitsorganisation, betriebliche Führung, Entgeltsystem, Betriebsorganisation, Prozessoptimierung) (Kap. 6.1.-6.5) und anschließend innovative Arbeitspolitik auf Kohärenz unter empirischen Gesichtspunkten analysiert und interpretiert (Kap. 6.6.). Die Frage nach den Perfomanzwirkungen innovativer Arbeitspolitik wird zusammenfassend behandelt (Kap. 6.7) und abschließend werden Gestaltungsmerkmale, die sich als besonders tragfähig erwiesen haben, skizziert (Kap. 6.7). Dabei werden die eigenen Ergebnisse jeweils aufgegriffen und im Gesamtzusammenhang verortet.
ErkenntniszielDie Studie soll anhand von (Good-Practice-)Beispielen zeigen, wie innovative Arbeitspolitik, die Arbeitsverbesserungen mit erhöhter Wirtschaftlichkeit kombiniert, aussehen kann. Daher werden Voraussetzungen, Praxis und Wirkungen einer solchen Arbeitspolitik dargestellt und übertragbare Gestaltungsmerkmale offeriert.
Selbstdefinition"Intensivfallstudien" (mehrwöchige Feldphasen mit Arbeitsplatzanalysen, Expertengesprächen, Beschäftigteninterviews, schriftlichen Befragungen, Wirtschaftlichkeitserhebungen und Gruppendiskussionen) und "Kurzfallstudien" (S. 46). Kurzfallstudien unterscheiden sich von Fall zu Fall (von Dokumentenanalyse und Expertengesprächen über mehrtägige Recherchen und Gruppendiskussionen) (S. 49f.).
MethodenbegründungVorgehensweise und Methoden werden im wesentlichen in Kapitel 1.7 vorgestellt (S. 48ff.). Einzelne Fälle sollten "intensiv durchleuchtet" werden, Ziel war nicht Repräsentativität (S. 46). Besonderen Stellenwert hatte eine mehrwöchige Recherche in einigen schwedischen Vergleichsfällen (S. 47). Durch den schon erwähnten Methodenmix "(...) war es uns möglich, die faktischen Arbeits- und Organisationsveränderungen durch Beobachtungen vor Ort direkt zu ermitteln und sie dann anschließend mit den über Expertengespräche, Interviews und Befragungen gewonnenen Einschätzungen und Bewertungen abzugleichen" (S. 49). Der Anhang gibt einen umfassenden Einblick u.a. in die Ergebnisse der schriftlichen Befragung, die Profile der Arbeitsorganisation, die Dimensionen der Arbeitsanalyse und den Erhebungsbogen zur Wirtschaftlichkeit (S. 401-421).
AuswertungDie Auswertung wird je nach Erhebungsinstrument unterschiedlich detailliert dargestellt. Siehe z.B. Profile der Arbeitsorganisation im Anhang.
FalldarstellungDie Fallstudien werden einzeln dargestellt (Kap. 2-5), denn: "Durch Darstellung in Form von eigenständigen Kapiteln lassen sich nicht nur die jeweiligen Begründungszusammenhänge und internen Wechselwirkungen der gefundenen Lösungen herausarbeiten, auf diese Weise wird zugleich eine Beschreibung der jeweiligen Reorganisationsverläufe ermöglicht. Zugleich bringen wir hiermit zum Ausdruck, dass es in den verschiedenen Branchen bzw. Konstellationen je spezifische Bedingungen für die Konzeptualisierung und Umsetzung innovativer Arbeitspolitik gibt" (S. 50). Dabei werden die Fälle einheitlich vorgestellt (Ausgangslage, Beschreibungen der Reorganisationen, Analyse und Bewertung der Reorganisationswirkungen, Einschätzungen zur Verortung und weiteren Perspektiven des jeweiligen Falles). Im abschließenden Kapitel (Kap. 6) wird ein Quervergleich mit Augenmerk auf die branchenübergreifenden Entwicklungen und Wirkungen durchgeführt (Ziel: generalisierte Elemente innovativer Arbeitspolitik zu benennen).
EingabeTUM

Zurück zur Abfrage