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Fürstenberg, F. (1970): Die Anwendung des Betriebsverfassungsgesetztes im Hause Siemens. Linz/Donau.

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InstitutionKeine Angabe
ProjektbeteiligteFürstenberg, Friedrich; unter Mitarbeit von Donnenberg, Otmar; Mayer, Klaus; Steinbrugger, Helmuth; Trost, Volker
ProjektcharakterKeine Angabe
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
Erhebungszeitraum1967-1968
Fälle1 Fall = 1 Unternehmen
AuswahlUntersuchung bei Siemens
Erhebung1.) Fragebogenaktion mit 1287 Betriebsratmitgliedern; 2.) Inhaltsanalyse der Protokolle über gemeinsame Sitzungen von Betriebsrat und Betriebsleitung für den Zeitraum 1958-1967 für drei ausgewählte Standorte sowie Inhaltsanalyse der Verhandlungen des Gesamtbetriebsrates mit der Firmenleitung; 3.) die Organisation der Arbeitsbeziehungen wurde in einer historischen Analyse durchleuchtet; 4.) Analyse der subjektiven Einstellung der Betriebsräte, ihrer Verhandlungspartner seitens der jeweiligen Betriebsleitung und der Gesamtbelegschaft durch Interviews: 225 mit Betriebsratsmitgliedern, 66 mit oberen Führungskräften, 11 mit Personalleitern; 5.) repräsentative Belegschaftsbefragung mit 443 Firmenangehörigen.
ForschungsgebietBetriebsorganisation; Betriebliche Sozialpolitik; Arbeitspolitik; Betriebliche Arbeitsbeziehungen
Fragestellung"Das Betriebsverfassungsgesetzt prägt die Sozialordnung der meisten Unternehmen der Bundesrepublik. Seiner Anwendung und eventuellen Fortentwicklung kommt deshalb eine besondere sozialpolitische Bedeutung zu. (...) Die soziologischen Folgen des Betriebverfassungsgesetzes können dahingehend charakterisiert werden, dass eine besondere Rechtsinstitution in das soziale Ordnungsgefüge des Betriebs eingepasst worden ist" (S. 7). "(...) die vorliegende soziologische Situationsanalyse vermag Aufschluss darüber zu geben, in welcher Weise die Rechtssituation des Betriebsrates als Hauptinstrument des Betriebsverfassungsgesetzes sich konstituiert, welche Stellung sie im sozialen Spannungsfeld des Betriebes einnimmt, in welcher Weise sie die betriebliche Wirklichkeit beeinflusst und verändert und schließlich in welcher Weise ihre Existenz bewusstseinsbildend auf alle aktiv oder passiv Beteiligten wirkt. Eine derartige Analyse vermag nicht nur Anhaltspunkte zur Beantwortung der Frage zu geben, wie gesetzliche Regelungen die soziale Wirklichkeit prägen, sie gibt darüber hinaus auch Aufschluss über die Möglichkeiten und Grenzen eines institutionalisierten Interessenausgleichs im Betrieb" (S. 7).
Theoriebezug"Die Untersuchungsschwerpunkte ergaben sich aus dem Bestreben, sowohl die objektive Situation zu analysieren, wie sie durch das Betriebsverfassungsgesetz geschaffen worden ist, als auch Aufschlüsse über die subjektive Einstellung des beteiligten Personenkreises zu bekommen. Nur durch die Gegenüberstellung von objektiver Situation und subjektiver Einstellung ist es möglich eine sogenannte "Kontextanalyse" durchzuführen, die Rückschlüsse auf die besonderen Merkmale der industriellen Arbeitsbeziehungen im Hause Siemens ermöglicht" (S. 7).
ErgebnisseZunächst werden die Untersuchungsergebnisse im Hause Siemens dargestellt (S. 10ff.): es werden die Betriebsratsstrukturen analysiert und die Ergebnisse der subjektiven Einstellungsbefragungen wiedergegeben. Darauf folgt eine zusammenfassende Gesamtanalyse (S. 34ff.), in der die Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit der Betriebsverfassung beurteilt wird, sowie Vorschläge für eine Weiterentwicklung der Betriebsverfassung gemacht werden.
ErkenntniszielDie "(...) durchgeführte Untersuchung (...) ist zugleich als soziologische Rechtstatsachenforschung, als Studie zum Verhalten von Personen und Gruppen in organisierten Zweckgebilden und schließlich als Orientierungshilfe für die soziale Betriebspolitik zu betrachten. Die Untersuchungsschwerpunkte ergaben sich aus dem Bestreben, sowohl die objektive Situation zu analysieren, wie sie durch das Betriebsverfassungsgesetz im Hause Siemens geschaffen worden ist, als auch Aufschlüsse über die subjektive Einstellung des beteiligten Personenkreises zu bekommen" (S. 7).
SelbstdefinitionDer Begriff "Fallstudie" wird explizit zwar nicht verwendet, aber vom Autor als solche verstanden.
MethodenbegründungDie verwendeten Methoden werden unter dem Stichpunkt "Untersuchungsablauf" in Kapitel A genannt. Um neben den qualitativen Erhebungen auch eine Analyse durchführen zu können, die repräsentativ für größere Gruppen bzw. alle Arbeitnehmer des Hauses Siemens ist, wurden quantitative Umfragen durchgeführt (S. 9).
AuswertungStatistische Auswertungen in Tabellenform erkennbar, keine genaueren Angaben.
FalldarstellungDer ganze Untersuchungsbericht widmet sich der dezidierten Darstellung und Analyse des Untersuchungsfalles. Dabei wird zunächst wird die Betriebsverfassung der Siemens AG skizziert und dann die Untersuchungsergebnisse erläutert.
EingabeTUM

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