Abfragedetails

Suche


Veröffentlichung

Döhl, V.; Deiß, M.; Sauer, D.; Böhle, F. (1982): Belastungsabbau unter Tage. Essen: Verlag Glückauf.

PDF-Datei Inhaltsverzeichnis

Details

InstitutionInstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung München ISF
ProjektbeteiligteDöhl, Volker; Deiß, Manfred; Sauer, Dieter; Böhle Fritz
ProjektcharakterFörderung durch das Bundesministerium für Forschung und Technologie im Rahmen der Projektreihe zur Humanisierung der Arbeit
weitere VeröffentlichungenBöhle, F.; Deiß, M.; Döhl, V.; Sauer, D. (1982): Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Arbeitsmarktpolitik. Frankfurt: Campus.
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumMitte 1977 - Ende 1979
FälleUntersucht wurden 6 Fälle = 6 Maßnahmen zur Humanisierung der Arbeit
AuswahlSteinkohlenbergbau
ErhebungUntersuchung gliedert sich in 3 Phasen: 1.) Literatur- und Materialauswertung; Vorgespräche mit Experten, Unternehmensleitung der Ruhrkohle AG, sowie öffentliche Institutionen; erste explorative empirische Untersuchungen; Studium von Projektunterlagen, Ausarbeitung von Hypothesen und Analysedimensionen für Phase 2; 2.) 3 Arbeitsschritte: - "Entwicklung eines empirischen Vorgehens" - "systematische Exploration" - "fallbezogene Auswertung" Die Betriebsfallstudien erfolgten als Expertengespräche und Betriebsbegehungen; Interviews wurden "problem- und adressatenbezogen" (S. 31) geführt. Fallstudien im Bergbau wurden in 2 Schritten realisiert: 1. Vorauswahl zu untersuchender Einzelprojekte; Gespräche mit ausführenden Personen; Erstellung eines Programms mit Betriebsbegehungen, Grubenfahrten und Expertengesprächen; 2. Durchführung der eigentlichen Betriebsfallstudie; es wurden 6 Projekte untersucht (S. 31f.).
ForschungsgebietArbeitsbelastungen; Rationalisierung; Arbeiter; Lohn/Leistung
FragestellungFragestellung der Studie war, "ob und in welcher Weise betriebliche Maßnahmen zur 'Humanisierung der Arbeit' durch Sozial- und Arbeitsmarktpolitik beeinflusst werden" (S. 13). Dabei gilt: "1. Wir gehen bei der Analyse nicht von einer bestimmten ausgewählten öffentlichen Maßnahme aus und überprüfen deren Wirkung; vielmehr ist die Identifizierung humanisierungsrelevanter öffentlicher Maßnahmen selbst ein zentrales Untersuchungsziel. (...). 2.Die Untersuchung beschränkt sich nicht nur auf die Feststellung bestimmter Auswirkungen öffentlicher Maßnahmen, sondern strebt darüber hinaus die Klärung der betrieblichen Bedingungen an, unter denen solche Auswirkungen zustande kommen" (S. 17).
TheoriebezugAbgrenzung von Humanisierungsmaßnahmen gegenüber anderen betrieblichen Aktivitäten: genaue Definition der betreffenden Maßnahmen: S. 19. Grundannahme ist, "(..) daß betriebliche Maßnahmen zum Abbau von Belastungen und Restriktionen im Zusammenhang mit betrieblichen Strategien zur Bewältigung von Problemen und Sicherung der ökonomischen Existenz des Betriebes zu begreifen und analysieren sind" (S. 19f.). Zudem Verweis auf die Entwicklung der theoretisch-analytischen Grundlagen der Untersuchung im Rahmen der Arbeit im Sonderforschungsbereich 101 (Theoretische Grundlagen sozialwissenschaftlicher Berufs- und Arbeitskräfteforschung) (S. 13f.).
ErgebnisseDie Ergebnisse sind fallspezifisch aufgeführt und finden sich jeweils in den einzelnen Kapiteln der betreffenden Fälle (z.B. Klimabelastungen, Staubbelastungen, Lärmbelastungen). Die Befunde konzentrieren sich hauptsächlich auf die Auswirkungen der öffentlichen Maßnahmen zur Durchführung von Humanisierungsprojekten.
ErkenntniszielZwar ist die Bedeutung von öffentlichen Maßnahmen und Regelungen für die Initiierung und den Verlauf betrieblicher Humanisierungsmaßnahmen in der politischen wie wissenschaftlichen Diskussion nicht bestritten, dennoch liegen nach Meinung der Autoren "(...) kaum ausreichende Erfahrungen und Kenntnisse darüber vor, in welcher Weise die bestehenden öffentlichen Maßnahmen und ihre Entwicklung betriebliche Entscheidungen und Aktivitäten beim Abbau von Belastungen und Restriktionen im Arbeitsprozeß beeinflussen" (S. 15). "Im Rahmen unserer Untersuchung haben die ausgewählten betrieblichen Humanisierungsprojekte nur exemplarischen Charakter, das heißt die sind der Ausgangspunkt, von dem aus wir den Einfluß öffentlicher Maßnahmen auf betriebliche Aktivitäten zum Abbau von Belastungen untersuchen. Es war ausdrücklich nicht die Absicht unserer Untersuchung, eine Bewertung der ausgewählten HdA-Projekte vorzunehmen" (S. 26).
SelbstdefinitionDie Autoren sprechen von einer "Betriebsfallstudie" (S. 31), von "qualitativen Fallanalysen" (S. 30)
MethodenbegründungIn einem ausführlichen Kapitel wird die Fallauswahl und Eingrenzung des Untersuchungsbereiches geschildert (S. 24ff.). Dabei wird auch die Ruhrkohle AG vorgestellt, deren Projekte untersucht wurden. In einem weiteren Kapitel wird der "Charakter der Untersuchung und ihrer Ergebnisse" reflektiert (S. 30ff.). Hierin wird das Vorgehen bei der Erhebung aufzeigt und auch die Grenzen der Generalisierbarkeit,
AuswertungBei Erhebung und Auswertung ging es nicht primär darum "(...) detaillierte und möglichst umfassende empirische Daten und Belege zusammenzutragen und zu sichern, sondern vor allem eine problemorientierte Exploration und theoretisch-analytisch begründete Interpretation der vorgefundenen empirischen Zusammenhänge anzustreben" (S. 30f.). Dazu fand zunächst eine fallbezogene Auswertung statt (in Untersuchungsphase II) und anschließend eine fallübergreifende Auswertung (in Untersuchungsphase III) (S. 33):
FalldarstellungDie Fälle werden in Kapitel III (zum Einfluß öffentlicher Maßnahmen) (S. 138ff.) und Kapitel IV (zum Einfluß öffentlicher Arbeitsschutzpolitik) (S. 215ff.) dargestellt. Jeder Fall wird dabei einzeln verarbeitet und interpretiert.
EingabeTUM

Zurück zur Abfrage