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Veröffentlichung

Lutz, B. (1976): Bildungssystem und Beschäftigungsstruktur in Deutschland und Frankreich. In: Mendius, Hans-Gerhard u.a. (Hg.): Betrieb - Arbeitsmarkt - Qualifikation, I. Frankfurt: Aspekte, S. 83-153.

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Details

InstitutionInstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung München ISF
ProjektbeteiligteLutz, Burkart
ProjektcharakterIm Rahmen zweier Teilprojekte des SFB 101 (C 3, "Prozesse und Probleme beruflicher Bildung"; C 4 "Arbeitsmarktstruktur und Arbeitsbedingungen"); in Kooperation mit dem "Laboratoire d'Economie et de Sociologie du Travail" (LEST) in Aix-en-Provence.
weitere VeröffentlichungenCERC (1975): Structure des salaires et structure des emplois dans les entreprises francaises et allemandes. Paris.
ProjektlaufzeitKeine Angabe
Erhebungszeitraum1971/1972
FälleInsgesamt 14 Betriebe in zwei Ländern
Auswahl7 Erhebungsbetriebe in jedem Land: zwei mittelgroße Werkzeugmaschinenfabriken, zwei größere Papierfabriken, je ein mittleres und großes Werk der Stahlindustrie, je eine Gerberei (S. 95f.). Das Produkt ist in "(...) praktisch allen Vergleichspaaren identisch oder doch hochgradig ähnlich" (S. 9). Große Ähnlichkeiten bestehen auch bei den Produktionsweisen und der eingesetzten Technologie, wie auch bei den ökonomischen und organisatorischen Merkmalen (ebd.).
ErhebungErster Erhebungsschritt: Erhebung aller wichtiger Personaldaten sämtlicher zu diesem Zeitpunkt beschäftigter Arbeitskräfte in allen Betrieben in einem ausgewählten Monat des Jahres 1971. Zweiter Erhebungsschritt: wichtigste Befunde aus dem eigenen und dem jeweiligen Vergleichsbetrieb wurden mit den zuständigen Fachleuten im Betrieb diskutiert.
ForschungsgebietInternationaler Vergleich; Qualifikation(sanforderungen); Betriebliche Ausbildung; Weiterbildung/Qualifizierung/Kompetenzentwicklung
Fragestellung"Auf einer ersten Ebene wird es darum gehen, die mehr oder minder implizierte Axiomatik offenzulegen, in deren Rahmen überhaupt die "Subordinationsthese" und in ihrer Abwehr die Forderung nach "Entkoppelung" als Grundlage bildungspolitischer Strategien formulierbar sind. Diese Axiomatik ist durch die Vorstellung gekennzeichnet, daß einer bestimmten Produktionsstruktur und Produktionsweise auch eine eindeutig optimale Beschäftigungsstruktur entspricht, woraus sich ein technisch-ökonomisch hochgradig determinierter Bedarf des "Beschäftigungssystems" an Bildungsqualifikationen ergibt. Auf einer zweiten Ebene seien dieser Axiomatik eine Serie von - aus einem Vergleich der Personal- und Verdienststruktur deutscher und französischer Betriebe stammenden - empirischen Evidenzen gegenübergestellt, die mit ihr unvereinbar sind, da sich in beiden Ländern eine zwar starke, aber ganz unterschiedlich ausgeprägte Korrespondenz von Bildungssystem und Beschäftigungsstrukturen (...) beobachten läßt. Auf einer dritten Ebene ist dann zu versuchen, anhand der Skizze einer ersten historisch-analytischen Erklärung der empirischen Tatbestände Hinweise dafür zu gewinnen, welche bildungspolitischen Konsequenzen aus einer konzeptuellen Neufassung der Beziehung zwischen Bildungssystem, Beschäftigungsstruktur und Produktionsprozeß zu ziehen sind" (S. 89).
TheoriebezugStudie wird vor dem Hintergrund eines wachsenden Unbehagens durchgeführt, "(...) daß die bislang selbstverständlich akzeptierte These einer deterministischen Beziehung des Produktionsprozesses zu Arbeitsformen und Arbeitskräftestrukturen und von diesen zu Bildung tatsächlich der Realität adäquat sei - wobei die Kritik der bisherigen Axiomatik, so lebenswichtig sie für die Bildungspolitik ist, doch bislang nur zum kleineren Teil von der bildungspolitisch engagierten Wissenschaft artikuliert wurde" (S. 92).
ErgebnisseDie Ergebnisse werden zwei Hauptkapiteln dargestellt: II) Personalstruktur und Arbeitsorganisation in deutschen und französischen Betrieben, III) Bildungssystem und betriebliche Gestaltung von Arbeitsteilung und Qualifikationsstruktur. Abschließend zieht der Autor Schlußfolgerungen für die Bundesrepublik, die die zunehmende Instabilität des Zusammenhangs von Bildung und Beschäftigung und die Verantwortung der Bildungspolitik ins Zentrum rücken (S. 146ff.).
ErkenntniszielAnlass für die Analyse sind aktuelle berufsbildungspolitische Diskussionen in der Bundesrepublik (S. 86).
Selbstdefinition"Eine empirische Analyse" (Kapiteltitel, S. 95)
MethodenbegründungDie Betriebe wurden mit dem Ziel "maximaler paarweiser Vergleichbarkeit ihrer technisch-ökonomischen Merkmale" ausgewählt (S. 95). Ziel dieser Erhebungen war "(...) eine möglichst exakte Erfassung der betrieblichen Verdienstdifferenzierung und Verdienststruktur; zu diesem Zwecke mußten auch die jeweilige betriebliche Personalstruktur erhoben und weitere Informationen über die betriebliche - hierarchische und funktionale - Organisation u.ä. ermittelt werden" (S. 95). Daher Auswahl von jeweils "ähnlichen" Betrieben in Frankreich und Deutschland, d.h. vergleichbare Produkte, Produktionsweisen und eingesetzte Technologien, wie auch der ökonomischen und organisatorischen Merkmale (S. 96f.). "Zu erwähnen ist freilich, daß die hohe paarweise Vergleichbarkeit der untersuchten Betriebe auch mit einem unvermeidlichen Nachteil verbunden war: Die untersuchten Betriebe sind insgesamt nur mit Einschränkungen für die gesamte Industrie des jeweiligen Landes charakteristisch" (S. 97). Weitere Probleme des internationalen Vergleichs werden thematisiert (S. 98f.).
AuswertungKeine Angaben
FalldarstellungDie ausgewählten Betriebe werden knapp vorgestellt (S. 95ff.), in Kapitel II werden immer wieder die Befunde der einzelnen Betriebe aufgezeigt, u.a. an Beispielen die die die Informationen über Betriebe und Branche vertiefen. Im Gegensatz dazu integriert die Analyse in Kapitel III integriert die Fälle.
EingabeTUM

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