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Veröffentlichung

Fürstenberg, F.; Glanz, A.; Steininger, S. (1989): Soziale Beanspruchung bei Wechselschichtarbeit. In: Betschart, H. (Hg.): Zweischichtarbeit. Psychosoziale und gesundheitliche Aspekte. Bern; Stuttgart; Toronto: Verlag Hans Huber. S. 83-116.

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InstitutionUniversität Bochum
ProjektbeteiligteFürstenberg, Friedrich; Glanz, Alexander; Steininger, Siegfried
ProjektcharakterVergabe des Forschungsauftrages durch Unternehmen aus den Bereichen des Fahrzeugbaus und der elektrotechnischen Industrie
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumFrühjahr 1981 bis Oktober 1982
Fälle4 Werke = 4 Fälle
Auswahl2 Betriebe stammen aus der elektrotechnischen Industrie, 2 aus dem Fahrzeugbau. Zunächst wurden Produktionsbereiche aus den Untersuchungsbetrieben ausgewählt, welche typische Schichtarbeitsplätze aufwiesen (S. 87). Nach Möglichkeit sollte ein Vergleich mit Normalzeitarbeitern durchführbar sein. Eine Kontrollgruppe bestand aus Normalschichtarbeitern und deckte pro Betrieb circa 30 bis 50 Personen ab.
ErhebungDie Untersuchung wurde in 3 Schritte gegliedert: "1.) Experteninterviews mit Betriebsleiter, Betriebsratsmitgliedern, Ingenieuren der Arbeitsvorbereitung und Meistern (Frühjahr 1981), 2.) die Analyse von sozialstatistischen Materialien und Arbeitsplatzbeschreibungen, die von den Betrieben zur Verfügung gestellt wurden (1981) und 3.) individuelle Befragungen der ausgewählten Schichtarbeiter(innen), sowie der Kontrollgruppe von Normalzeitarbeiter(innen), und zwar in der ersten Interviewphase (Oktober-Dezember 1981) im Arbeitsbereich (Besprechungszimmer), in der zweiten Interviewphase (Juli-Oktober 1982) jedoch bei dem Befragten zu Hause" (S. 86).
ForschungsgebietArbeitsbelastung; Arbeitszeit; Arbeiter
FragestellungUntersucht werden sollen physische und psychische Beanspruchungen durch Zweischichtarbeit. Dabei soll "das Ausmaß subjektiv erlebter Bewältigung situativer Belastungen, die sich aus den Interaktionsbedingungen ergeben" untersucht werden (S. 85).
TheoriebezugDie Studie bezieht sich auf Erfahrungen bestehender arbeitswissenschaftlicher Forschung zu Wechselschichtarbeit (S. 84f.). Dabei werden Auswirkungen auf den gesamten Lebenszusammenhang angenommen (durch aktive Aushandlungen von Schichtarbeitsbedingungen), sowie psychische und körperlichen Belastungen. Zur Erforschung soll der Forschungsansatz der "sozialen Beanspruchung" dienen (S. 85).
ErgebnisseZunächst werden Ergebnisse zur subjektiven Wahrnehmung der Arbeitssituation vorgestellt. Abbildung 1 (S. 90) zeigt eine vergleichende Darstellung der Arbeitsbelastungen zwischen Normalzeit- und Schichtarbeit. Hierbei wird die Arbeitsbelastung durch die Normalzeitarbeiter(innen) subjektiv stärker wahrgenommen. Abbildung 2 und 3 (S. 92f.) zeigen einen Vergleich der vier Werke, aufgeteilt nach Schicht- und Normalzeitarbeit, wobei die Ergebnisse unterschiedlich ausfallen und stellenweise kaum Differenz zwischen den Gruppen erkennen lassen. Im Weitern finden sich Ergebnisse zu außerbetrieblichen Aktivitäten der Schichtarbeiter(innen), zur Akzeptanz der Zweischichtarbeit durch die Befragten und ihren Strategien der Anpassung. "Zusammenfassend lässt sich sagen, daß die Auseinandersetzung mit den spezifischen Arbeits- und Lebensbedingungen bei Zweischichtarbeit in den meisten Fällen spannungsreich bleibt" (S. 116).
ErkenntniszielZiel der Studie war es den Mangel fehlender empirischer Untersuchungen im Gebiet der Wechselschichtarbeit zu beseitigen und empirische Erkenntnis zu produzieren (siehe z.B. S. 84).
SelbstdefinitionBegriff Fallstudie wird nicht verwendet, vom Autor aber als solche eingestuft.
MethodenbegründungEine Darlegung der Methoden findet sich in Kap. 2.2 (S. 86ff.). Dort werden die einzelnen Instrumente dargestellt und das Untersuchungsfeld (bzw. die vier Werke). Die Wahl der Stichprobe wird erläutert und die Grenzen der Ergebnisse aufgezeigt (S. 89). Die Wahl eines qualitativen Designs wird wie folgt begründet: "Angesichts des begrenzten Kenntnisstandes hinsichtlich der Auswirkungen von Zwei-Schicht-Systemen wurde auch keine 'flächendeckende' Repräsentativerhebung durchgeführt, sondern eine auf typische Arbeitsbereiche in vier Betrieben konzentrierte Untersuchung, die für diese Bereiche repräsentative Ergebnisse liefert, darüber hinaus aber die Rekonstruktion komplexer situativer Zusammenhänge ermöglicht, deren Signifikanz wissenschaftlich überprüfbar ist. An die Stelle von Globalaussagen treten also differenzierende Aussagen zu typischen, auch gestaltbaren Konstellationen, in denen Schichtarbeit mit unterschiedlicher Problematik erlebt wird" (S. 86).
AuswertungDie Auswertung erfolgt in Tabellenform, wobei Prozentsätze miteinander verglichen werden. Tabelle 8 zeigt einige Korrelationen zwischen Alter / Geschlecht und diversen Problemlagen auf.
FalldarstellungNachdem die vier Werke skizzenhaft vorgestellt werden, werden diese im Fließtext vergleichend dargestellt.
EingabeTUM

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