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Veröffentlichung

Pfeiffer, S. (2007): Montage und Erfahrung. München, Mering: Hampp.

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Details

InstitutionInstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung München ISF
ProjektbeteiligtePfeiffer, Sabine
ProjektcharakterBMBF-Projekt "Erfahrungsbasierte WissensArbeit in flexiblen Montagesystemen"; detaillierte Informationen unter www.wamo-projekt.de
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ProjektlaufzeitKeine Angabe
Erhebungszeitraum2005-2006
Fälle5 Betriebe
AuswahlUntersuchungen in fünf Montageunternehmen aus den Bereichen Automotive (3), Sondermaschinenbau (1) und Elektronikindustrie (1). Sample der Unternehmen kann als typisch gelten in Hinblick auf Beschäftigtenzahl, Produktkomplexität, Arbeitsorganisation, etc. (S. 37). Siehe Übersicht S. 40.
Erhebung1.) 62 Einzelinterviews; überwiegend (51) mit Beschäftigten aus der Montage, weiterhin neun Interviews mit anderen Mitarbeitern, Vorgesetzten und dem Betriebsrat; Interviewdauer zwischen 45 und 180 Minuten; 2.) 13 Gruppendiskussionen, die teilweise reinen Erhebungscharakter hatten, teilweise auch Workshopcharakter und der Umsetzung der Befunde dienten (S. 41). In einem Unternehmen fanden mehrmals Arbeitsplatzbegehungen und Beobachtungen über ganze Schichtlängen statt (ebd.).
ForschungsgebietArbeitsorganisation; Arbeiter; Produktivität/Effizienz; Qualifikation(sanforderungen); Technologische Entwicklung
Fragestellung"Die Untersuchung hatte als vorrangiges Ziel die Frage zu beantworten, ob und in welchen Situationen erfahrungsbasierte Wissensarbeit im alltäglichen Handeln der Montagearbeiter eine Rolle spielt" (S. 43).
TheoriebezugIm ersten Kapitel erfolgt eine konzeptionelle Annäherung an das Untersuchungsfeld. "Informatisierung" (vgl. Schmiede 1996) wird als Grund für neue und gestiegene Anforderungen an Wissen im Arbeitsprozess verstanden (S. 23ff.). Zur Bewältigung bedarf es in zunehmendem Maße "subjektivierendes Arbeitshandeln" (Böhle et al. 2002, 2004) (S. 25ff.) Aus dieser theoretisch-konzeptionellen Fokussierung folgt der Fokus der Untersuchung auf "erfahrungsbasierte Wissensarbeit", zur Analyse soll das Konzept des "Arbeitsvermögens" (Pfeiffer 2004) dienen.
ErgebnisseIn Kapitel 5 erfolgt ein abschließendes Resümee, dass "(...) für erfahrungsbasierte Wissensarbeit als einen Garant für eine zukunftsfähige Montage (plädiert, J.P.) und (...) Ansätze zu einer erfahrungsförderlichen flexiblen Standardisierung (skizziert)" (S. 46). Als Fazit gilt "Eine zukunftsfähige Montage braucht Erfahrung": "Im Zuge Ganzheitlicher Produktionssysteme sind Standardisierung und Flexibilität ohne Frage Anforderungen, denen sich Montage heute stellen muss. Eine Standardisierung aber, die Flexibilität und Innovationsfähigkeit sichert, kann nicht am grünen Tisch entwickelt werden. Sie wird nur praktikabel und lebendig durch die Erfahrung der Beschäftigten" (S. 205).
ErkenntniszielGezeigt werden soll, "(...) dass Montage auch am Standort Deutschland keineswegs eine obsolete Form von Arbeit geworden ist, dass sie immer auch Wissensarbeit war und dass sie es künftig sogar zunehmend sein wird" (S. 13).
SelbstdefinitionDer Begriff "Fallstudie" wird nicht verwendet.
MethodenbegründungIn einem Kapitel (1.4) wird das empirische Vorgehen skizziert: vor allem die Auswahl des Untersuchungsgegenstandes, der Unternehmen und Befragten sowie der Erhebungsinstrumente. Die Interviewführung orientierte sich an Witzels (1989) "problemzentrierten Interviews" (S. 42). Dies wird mit dem speziellen Fokus der Untersuchungsfrage begründet (v.a. bieten sich laut Autorin die Prinzipien der Problemzentrierung, der Gegenstandsorientierung und der Prozessorientierung an, wie auch die einsetzbaren Gesprächstechniken, S. 43). Anstatt Interviewleitfäden wurde ein "FrageFokus" verwand (S. 43, im Anhang abgedruckt).
AuswertungAlle Interviews wurden transkribiert und computergestützt und inhaltsanalytisch ausgewertet (S. 44): "Ein fünfköpfiges Auswertungsteam in einer gemischten Zusammensetzung, d.h. bestehend aus Personen, die selbst Interviews durchgeführt hatten, und solchen mit einem "fremden" Blick auf das Material, wertete das Materialkorpus in mehreren Schritten aus: Neben der Erstellung fallbezogener (...) und unternehmensbezogener (...) Kurzauswertungen wurde ein zweistufiges Vercodungsverfahren (...) angewandt und zwei Reflexionsworkshops zum Zweck der Auswertung durchgeführt" (S. 44).
FalldarstellungDie untersuchten Unternehmen werden in Kapitel 1.4 stichpunktartig skizziert, der Fließtext wird nicht nach Einzelfällen dargestellt.
EingabeTUM

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