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Gottschall, K.; Mickler, O.; Neubert, J. (1985): Computerunterstützte Verwaltung. Frankfurt: Campus.

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Details

InstitutionSoziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI)
ProjektbeteiligteGottschall, Karin; Mickler, Otfried; Neubert, Jürgen; außerdem: Schäfer, Günter; Schlösser, Manfred; Seltz, Rüdiger
ProjektcharakterIm Rahmen der HdA-Programme gefördert
weitere Veröffentlichungen
Projektlaufzeit1980-1983
Erhebungszeitraum1981-1982
Fälle21 Betriebe = 21 Fälle
AuswahlFallstudien im Bereich der Routinesachbearbeitung in großen Versicherungen und Industrieverwaltungen. Zunächst wurden in insgesamt 38 Verwaltungen und Versicherungen Kurzrecherchen von ein bis zwei Tagen Dauer durchgeführt. Auf deren Grundlage erfolgte die Auswahl der Betriebe für die Intensiverhebungen (von ca. 2 Wochen pro Verwaltung) (S. 22f.).
Erhebung1.) Auswertung betrieblicher Materialien; 2.) Expertengespräche; 3.) Arbeitsplatzbeobachtungen; 4.) Gruppendiskussionen. Die einzelnen Erhebungsinstrumente werden im Anhang vorgestellt (S. 233f.).
ForschungsgebietReorganisation; Technologische Entwicklung; Angestellte; Arbeitsorganisation; Automation/EDV
FragestellungDie Studie fragt danach, wie sich durch den Einsatz neuer EDV-Systeme und arbeitsorganisatorischer Maßnahmen der Umfang und der Zuschnitt routinisierter Sachbearbeitung verändern. Untersucht werden soll, welche Beschäftigungsperspektive sich den Sachbearbeitern/innen eröffnet, welchen Belastungen sie ausgesetzt sind, in welche Richtung sich diese entwickeln, aber auch welche Qualifizierungs- und Gestaltungschancen verwirklicht werden können. Es soll geklärt werden, "(..) auf welche betrieblichen Bedingungen und Handlungskonstellationen sich eher günstige bzw. eher ungünstige Wirkungen der Rationalisierungsprozesse für die betroffenen Angestellten zurückführen lassen" (S. 15).
TheoriebezugBezug auf das Konzept der "innerbetrieblichen Handlungskonstellationen" von Weltz und Lullies (1983).
ErgebnisseDie Darstellung der Ergebnisse erfolgt entlang der drei festgestellten "Arbeitsstrukturtypen": Entwicklungen in der Massensachbearbeitung, Entwicklungen der routinisierten Zuarbeit und Entwicklungen routinisierter Vorgangssachbearbeitung. Die technisch-organisatorische Entwicklung im Bereich routinisierter Sachbearbeitung verläuft je nach Strukturtyp anders und produziert dementsprechend strukturspezifische Folgen für die Beschäftigten (detaillierter siehe S. 191ff.). Anschließend werden Ansatzpunkte einer menschengerechten Arbeitsgestaltung vorgestellt (S. 208ff.).
ErkenntniszielDas Ziel ist, Eckpunkte einer menschengerechten Gestaltung routinisierter Sachbearbeitung auf der Basis empirischer Befunde zu entwerfen: "In diesem Zusammenhang sollen humanisierungsbedürftige Problemfelder in der Arbeits- und Beschäftigtensituation identifiziert, Anregungen zu deren Verbesserung aus dem Blickwinkel der betroffenen Sachbearbeiter/innen gegeben, und diejenigen betriebsstrategischen Momente im Verlauf der technisch-organisatorischen Veränderungen, welche die Situation der Routinesachbearbeiter/innen eher positiv oder negativ beeinflussen, herausgearbeitet werden" (S. 15).
SelbstdefinitionBetriebsfallstudien (S. 9), bzw. Intensiverhebungen (S. 22); in Vorbereitung dazu "Kurzrecherchen" (S. 22)
MethodenbegründungDie empirische Basis der Studie wird im Kapitel A: Anlage der Studie auf den Seiten 11-29 vorgestellt. Hier wird in die zentralen Fragestellungen eingeführt, der Forschungsansatz skizziert, sowie das Untersuchungsfeld und das Darstellungskonzept begründet. Die methodische Herangehensweise wird eng mit den interessierenden Fragestellungen verknüpft. So wird konstatiert, dass der betriebliche Rationaliserungsprozess und seine Folgen für die Beschäftigten sich nur unter einer "doppelten Forschungsperspektive" erfassen lassen (Betriebsperspektive und Angestelltenperspektive). Dies machte ein mehrstufiges methodisches Vorgehen nötig: erstere Perspektive wurden durch die Auswertung betrieblicher Materialien und durch Expertengespräche erhoben, letztere durch Arbeitsplatzbeobachtungen und Gruppendiskussionen. Im Anhang werden u.a. die Auswahl der Erhebungsinstrumente begründet und eine Übersicht über Betriebe und Fälle gegeben (S. 225ff.).
AuswertungKeine Angaben
FalldarstellungSehr ausführliche Begründung der Darstellungsform in einem Kapitel hierfür (S. 24-27). Die Untersuchungsfälle wurden fall- und bereichsübergreifend in drei "Arbeitsstrukturtypen" gebündelt. Die Hypothese hierzu ist, "(...) daß die technisch-organisatorische Reorganisation je nach Arbeitsstrukturtyp eine unterschiedliche Entwicklung nimmt und damit verschiedene Problemlagen für die Betroffenen schafft, so daß Ansätze zur menschengerechten Gestaltung sich auch an diesem Strukturtypen orientieren müssen" (S. 26).
EingabeTUM

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