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Veröffentlichung

Bolte, A.; Neumer, J.; Porschen, S. (2008): Die alltägliche Last der Kooperation. Berlin: Edition Sigma.

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InstitutionInstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung München ISF
ProjektbeteiligteBolte, Annegret; Neumer, Judith; Porschen, Stephanie; außerdem: Boehle, Fritz (Konzeption); Heimerer, Daniela (Empirie)
ProjektcharakterAus dem Projekt "Neue Belastungen durch Kooperation und Wissensaustausch", gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung.
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumKeine Angabe
Fälle6 Unternehmen = 6 Fälle
Auswahl6 Unternehmen aus verschiedenen Branchen (Maschinen- und Anlagenbau, Elektroindustrie, Baugewerbe, Autoindustrie) mit unterschiedlichen Betriebsgrößen (3 Großunternehmen, zwei Mittelständler, ein Kleinunternehmen). Auswahl erfolgte gezielt nach "klassischen Industriebranchen", da von Interesse war, wie diese auf den Strukturwandel reagieren (S. 41). In den Unternehmen wurde Bereiche gewählt, "(...) in denen die Weichen für die Zukunft des jeweiligen Unternehmens gestellt werden" - dementsprechend häufig Produktentwicklung (ebd.).
ErhebungFallstudien in 6 Unternehmen, keine Angaben über Erhebungsinstrumente o.ä.
ForschungsgebietReorganisation; Arbeitsorganisation; Interne Kommunikation; Arbeitsbelastungen; Kooperationsformen; Gewerkschaftliche Interessenvertretung
FragestellungVor dem Hintergrund neuer Ansätze zur Arbeitsgestaltung und einer wachsenden Sensibilität für die Kehrseiten neuer Arbeits- und Organisationskonzepte wird laut Autoren ein zentraler Aspekt bisher weitgehend vernachlässigt: neue Belastungen und Anforderungen durch Kooperation (S. 12). Vor allem aus der Sicht vieler MitarbeiterInnen werden neue Möglichkeiten zur Kooperation "(...) nicht nur als Demokratisierung und Partizipation, sondern auch als Anforderung erfahren, die zusätzlich zur "eigentlichen" Arbeit auftritt und von dieser abhält" (S. 13).
TheoriebezugKooperation und Koordination wird in Bezug auf die Bedingungen neuer Arbeits- und Organisationskonzepte eingeordnet und als neuer Bestandteil individuellen Arbeitshandelns charakterisiert (ganz im Gegensatz zum früheren Stellenwert als Managementaufgabe) (Kap. 1). Die neuen Erscheinungsformen von Belastungen werden mit bewährten Konzepten der Belastungsforschung abgeglichen, Meetings als "dem" Instrument diskursiver Koordinierung vorgestellt (Kap. 2).
ErgebnisseDie Ergebnisse zeigen auf "(...) wie in Unternehmen kooperiert wird, welches Verständnis von Kooperation sich durchgesetzt hat und welche Folgen für die Mitarbeiter damit einhergehen" (S. 41). Die Kapitel 8 -12 versuchen sowohl theoretisch wie auch empirisch Alternativen zu Kooperation jenseits von Meetings aufzuzeigen und konkrete Gestaltungsmöglichkeiten für Interessenvertreter zu skizzieren. Dabei liegt der Fokus auf den Merkmalen und Vorteilen informeller Kooperation.
ErkenntniszielDie Analyse kooperativen Arbeitshandelns ist eine neue Herausforderung an die Arbeitsforschung. Wie in anderen Untersuchungen (z.B. Krömmelbein 2004) auch, steht die Kooperation in Gremien und Meetings mit dem Ziel der diskursiven Koordinierung im Mittelpunkt - jedoch unterscheidet sich die Perspektive: "Wie wir zeigen werden, handelt es sich hierbei nur um einen Aspekt der neuen Anforderungen an Kooperation. Neben der Kooperation in Form von diskursiver Kommunikation und Koordinierung gibt es andere Kooperationsmodi, die sich gerade nicht neben, sondern im Arbeitshandeln abspielen" (S. 25). Gerade informelle Kooperation gilt es im laufenden Arbeitsprozess anzuerkennen.
SelbstdefinitionFallstudien (S. 41)
MethodenbegründungKeine Angabe
AuswertungKeine Angabe; Zitate lassen auf Transkription von Interviews schließen
FalldarstellungVon den Untersuchungen in 6 Unternehmen werden 3 Fallstudien in der Publikation ausführlich dargestellt, da sie "(...) aktuelle Entwicklungen besonders gut demonstrieren" (S. 41) (in Kapitel 3, 4 und 9). Sie sollen jeweils unterschiedliche Strategien verdeutlichen, die Unternehmen im Umgang mit Strukturveränderungen entwickeln.
EingabeTUM

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