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Veröffentlichung

Kratzer, N. (2003): Arbeitskraft in Entgrenzung. Grenzenlose Anforderungen, erweiterte Spielräume, begrenzte Ressourcen. Berlin: Edition Sigma.

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Details

InstitutionInstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung München ISF
ProjektbeteiligteKratzer, Nick
ProjektcharakterHBS-Projekt, Dissertation
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumKeine Angabe
Fälle3 Fälle = 3 Betriebe
AuswahlFertigungswerk in der Elektrotechnik, Versicherungsunternehmen, IT-Beratung. Beschäftigtenzahlen zwischen 55 und ca. 730. Siehe auch Tabelle 3.1a, S. 73.
ErhebungGliederung in Primär- und Sekundärmaterial (siehe Tab. 3.1.b., S. 73). Fertigungswerk: primär: 7 Expertengespräche, 4 Gruppendiskussionen, sekundär: 10 Einzelinterviews, Ergebnisse einer Beschäftigtenbefragung durch die Personalabteilung, sonstige Betriebsunterlagen; Versicherung: primär: 7 Expertengespräche, 3 Gruppendiskussionen, 2 ergänzende Einzelinterviews, sekundär: 10 Einzelinterviews, sonstige Betriebsunterlagen; IT-Beratung: primär: 1 Expertengespräch, 2 Gruppendiskussionen, sekundär: Sonstige Betriebsunterlagen.
ForschungsgebietArbeitsorganisation; Betriebsorganisation; Reorganisation; Rationalisierung; Subjektivierung
FragestellungDie Fragestellung der Untersuchung wird auf den Seiten 15-22 skizziert. Zunächst geht es um die Frage nach den Erscheinungsformen und Folgen entgrenzter Arbeit, d.h. um neue oder veränderte Anforderungen und den Umgang verschiedener Beschäftigtengruppen mit diesen, um mögliche Gestaltungsoptionen (oder -restriktionen), um das Verhältnis von Arbeitswelt und Lebenswelt (siehe S. 16). Die zweite Fragestellung untersucht die These vom Umbruch der Normalarbeit (S. 19f.). Abschließend sollen Ansatzpunkte einer arbeitspolitischen Bewertung und Gestaltung entgrenzter Arbeit gewonnen werden (S. 21f.).
TheoriebezugDer konzeptionelle Rahmen der Studie wird in Kapitel 2 erarbeitet und stützt sich auf die drei Themenfelder Reorganisation, Entgrenzung und Subjektivierung. Reorganisation wird als heterogenes Phänomen verstanden und unter Bezug auf eine Vielzahl von arbeitssoziologischen Studien gefasst (z.B. Funder 1999, Sauer 1993, Faust et al. 2000, uvm.). Im Weiteren wird die "Entgrenzung" und "Subjektivierung" von (Normal-)Arbeit ausführlich diskutiert. Dabei wird die Entgrenzung von Arbeit als ein "Prozeß der De-Institutionalisierung begriffen, der mit wachsenden subjektiven Strukturierungsanforderungen und- freiheiten" verbunden ist (S. 59), Entgrenzung wird als "betriebliches Rationalisierungsprojekt" charakterisiert. Da Subjektivierung zum "neuem Vergesellschaftungsmodus" wird, wird sie auch zum "Kulminationspunkt der Entgrenzung von Arbeit" (S. 60).
ErgebnisseDie Ergebnisse der empirischen Untersuchungen werden in Kapitel 4 dargestellt, die Interpretation findet sich in Kapitel 5. Es zeigt sich, dass für Arbeiter und Angestellte neue Gestaltungsspielräume entstehen, allerdings ergeben sich dadurch auch vermehrt Handlungs- und Entscheidungszwänge sowie Unsicherheiten, die die Individuen in Eigenregie bewältigen müssen. Traditionelle Normalarbeit wird zur positiven Referenzfolie. Was außerdem von der Normalarbeit "übrig bleibt": der Anspruch auf ein "Normalleben" (S. 215). Entgrenzung von Arbeit wird als generelle Entwicklungstendenzen von Erwerbsarbeit interpretiert - Merkmale von entgrenzter Arbeit werden zu allgemeinen Merkmalen der Arbeit (S. 221). Abschließend wird skizziert "warum die Beschäftigten das mitmachen" (S. 232ff.) und welche arbeitspolitischen Anknüpfungspunkte sich ergeben (S. 256ff.).
ErkenntniszielDas Erkenntnisinteresse der Arbeit richtet sich darauf, eine empirische Studie zu den Wirkungen der Entgrenzungsdynamiken vorzulegen und somit die impliziten und expliziten Veränderungstendenzen in der (Normal)Arbeit zu untersuchen.
SelbstdefinitionDer Autor bezeichnet seine Methode als "Intensivfallstudien" (S. 25)
MethodenbegründungKapitel 3 (S. 61-70) stellt das Untersuchungsdesign dar. Hier wird die Untersuchungsperspektive und das explorative Vorgehen begründet, auf die Fallauswahl (und deren Folgen) eingegangen und die einzelnen Fälle vorgestellt. Zudem wird das methodische Vorgehen bei der Erhebung beschrieben (S. 70-74): Experteninterviews zur Erfassung der "Unternehmensperspektive", Gruppendiskussionen und ergänzende Einzelinterviews für die "Beschäftigtenperspektive" (Verweis auf Lamnek 1995, Friedrichs 1980, Senghaas-Knobloch/Dohms 1997).
AuswertungKeine Angaben
FalldarstellungDie Fälle werden nicht getrennt aufbereitet; vielmehr wird zur Argumentation aus den jeweiligen Fällen passendes Material herangezogen.
EingabeTUM

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