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Veröffentlichung

Böhle, F.; Milkau, B. (1988): Vom Handrad zum Bildschirm. Eine Untersuchung zur sinnlichen Erfahrung im Arbeitsprozeß. Frankfurt: Campus.

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InstitutionInstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung München ISF
ProjektbeteiligteBöhle, Fritz; Milkau, Brigitte
ProjektcharakterErgebnisse basieren auf theoretisch-konzeptionellen Arbeiten im Sonderforschungsbereich 333 und empirischen Erhebungen im Rahmen einer Untersuchung im Auftrag des Projektträgers "Humanisierung des Arbeitslebens"
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumKeine Angabe
Fälle4 Fälle = 4 Betriebe
AuswahlVier Betriebe des Maschinenbaus, darin Fokus auf Facharbeiter an konventionellen Werkzeugmaschinen
Erhebung"Expertengespräche mit Vertretern des betrieblichen Managements, qualitative Interviews mit Arbeitskräften sowie eine Beobachtung des Arbeitshandelns und der Arbeitssituation, die teilweise durch Videoaufnahmen unterstützt wurde" (S. 11)
ForschungsgebietSubjektivierung; Qualifikation(sanforderungen); Arbeitsgestaltung; Technologische Entwicklung
Fragestellung"(1) Stärker als bislang ist zu beachten, daß neue Probleme nicht allein durch neuartige Anforderungen und Beanspruchungen entstehen (z.B. durch Steigerungen der Arbeitsintensität, Ausweitung der körperlichen Beanspruchung). Sie können sich auch daraus ergeben, daß - oft unbeachtet und ungeplant - Merkmale und Bestandteile der Arbeitssituation wegfallen, die für die Arbeitskräfte wichtig sind. (...) Kaum beachtet wurden aber bislang solche Auswirkungen von Veränderungen, durch die die körperliche Beanspruchung reduziert und Qualifikationsanforderungen ausgeweitet werden. (2) In dieser Perspektive erscheint es uns notwendig, Phänomene im Arbeitshandeln aufzugreifen, die bislang zwar durchaus dokumentiert und registriert sind, deren Bedeutung aber kaum systematisch geklärt ist. Beispiele hierfür sind die Kontrolle von Bearbeitungsvorgängen anhand des Geräuschs der Maschine, die gefühlsmäßige Beurteilung von Materialeigenschaften sowie Kenntnisse, die zumeist als Erfahrungswissen oder besondere praktische Kenntnisse bezeichnet werden" (S. 4f.). "Zu fragen ist nicht nur danach, in welcher Weise solche Arbeitsweisen und Qualifikationen durch diese neuen Entwicklungen zurückgedrängt werden (...), wichtig ist vielmehr auch die Frage danach, welche Rolle sie beim Umgang mit neuen Technologien spielen, in welcher Weise sie notwendiger Bestandteil der Arbeitsqualifikation sind, und welche Veränderungen sich in dieser Perspektive ergeben. (...) Ins Blickfeld rücken damit Fragen sowohl nach den Folgen als auch den Grenzen sowie Voraussetzungen einer mit Informations- und Steuerungstechnologien angestrebten technisch-wissenschaftlichen Durchdringung und Beherrschung von Prozeßplanung, Steuerung und Regulierung von Produktions- und Arbeitsläufen" (S. 8).
TheoriebezugDer Anspruch ist "(..) theoretisch-konzeptionell und empirische Arbeiten eng mit einander zu verzahnen" (S. 11). Grundlegend hierfür ist das in der Untersuchung entwickelt Konzept des subjektivierenden Arbeitshandelns, das ausführlich in Kapitel II eingeführt und verortet wird.
ErgebnisseDie empirischen Ergebnisse werden in den Kapiteln III und IV vorgestellt und interpretiert. Zunächst wird die Rolle subjektivierenden Arbeitshandelns im Arbeitsprozeß am Beispiel der Tätigkeit von Facharbeitern an Werkzeugmaschinen analysiert und die Merkmale und Erscheinungsformen eines solchen Arbeitshandelns im Betrieb und für die Beschäftigten dargelegt. Anschließend wird gezeigt, "(...) wie sich beim Einsatz von CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen die Vorraussetzungen für ein subjektivierendes Arbeitshandeln verändern und sich hieraus wesentliche Ursachen für neuartige Belastungen sowie Anpassungs- und Arbeitsprobleme ergeben" (S. 12). Es werden Konsequenzen für Arbeitsgestaltung aufgezeigt und Folgerungen für die weitere Forschung angesprochen (Kap. V).
Erkenntnisziel"Mit dieser Studie wird ein Forschungsfeld angegangen, zu dem bislang kaum ausgearbeitete Konzepte und Erfahrungen vorliegen; unsere Arbeiten waren hierzu daher bewußt explorativ angelegt. Mit den dargelegten Ergebnissen verbindet sich die Absicht einen Rahmen abzustecken und eine Perspektive aufzuzeigen, in der weitere Arbeiten folgen werden" (I). "Mit der hier vorgelegten Untersuchung wird daher angestrebt, einen konzeptuellen Rahmen zu entwickeln und empirische Befunde darzustellen, auf deren Grundlage bislang weitgehend vernachlässigte oder nur einseitig erfaßte Aspekte sinnlicher Erfahrung und eines gefühlsmäßig geleiteten Handelns im Arbeitsprozeß sowie neuartige Veränderungen und Probleme, wie sie sich gegenwärtig im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer Informations- und Steuerungstechnologien anzeichnen, sichtbar und einer systematischen wissenschaftlichen wie praktischen Auseinandersetzung zugänglich werden" (S. 10).
SelbstdefinitionFallstudien (S. 11)
MethodenbegründungZu Beginn der Untersuchung werden Fragestellung, Ansatz und Durchführung der Studie vorgestellt. Dabei wird skizziert, warum ein qualitatives Vorgehen notwenig ist und kurz erläutert, welche Instrumente verwendet wurden.
AuswertungKeine Angaben
FalldarstellungDie Fälle werden nicht einzeln dargestellt, sie fließen in eine übergreifende Analyse ein.
EingabeTUM

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