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Wittel, A. (1996): Belegschaftskultur im Schatten der Firmenideologie. Berlin: Edition Sigma.

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InstitutionKeine Angabe
ProjektbeteiligteWittel, Andreas
ProjektcharakterPromotionsstipendium der HBS, DFG-Projekt "Kulturkonflikt im Büro"
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumKeine Angabe
Fälle1 Betrieb ("GT")
AuswahlGmbH eines internationalen Computer- und Elektronikkonzerns in Südwestdeutschland; 6000 Beschäftigte; Untersuchungsfeld: Marketingabteilung (40-50 Angestellte);
Erhebung1.) 5 Wochen Beobachtung der Beschäftigten bei ihrer alltäglichen Arbeit; inklusive informellen Gesprächen mit fast allen Beschäftigten; 2.) 22 halbstandardisierte Interviews a ca. 90 Minuten mit Angestellten, meist in der Arbeit, aufgenommen und transkribiert; 3.) 28 standardisierte Fragebögen, 4.) Dokumentenanalyse (S. 17ff.); 5.) Teilnahme an einem Einführungsseminar für neue Beschäftigte;
ForschungsgebietUnternehmenskultur; Angestellte; Unternehmensstrategie
Fragestellung"Am Beispiel einer Fallstudie erkundet die Arbeit im Angestelltenbereich die Belegschaftskultur im Schatten der Firmenideologie" (S. 9). These: potentielles Spannungsverhältnis von Firmenkultur und Belegschaftskultur (S. 10), insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen der Arbeit (Individualisierung, Verdichtung, etc.). Fragen en detail auf Seite 11.
TheoriebezugTheoriebezug in Kapitel 2: Volkskunde/Kulturwissenschaft meets Organisationsforschung (S. 25-42). Wittel zitiert viel Überblicksliteratur zum Thema Organisationskultur (S. 27f.), aber konstatiert eine "volkskundliche Abstinenz" unter diesen Publikationen (S. 28) - und versucht diese zu begründen. Letztlich skizziert der Autor, warum eine Verbindung der beiden Stränge Sinn macht (S. 32ff.). Jeweils zu Beginn der Kapitel über "Firmenideologie" und "Belegschaftskultur" wird viel Literatur zum Thema rezipiert.
ErgebnisseZunächst Darstellung der Befunde zur "Firmenideologie" (Genese und Konstitutionsprozeß; Funktionen; implizite Botschaften der Ideologie; Zusammenfassung und Interpretation: Definition und Konturierung des Begriffs Firmenideologie), dann "Belegschaftskultur" (Aneignungsformen der Ideologie; individuelle Grenzziehungen; Rituale, Distinktionswerte) abschließend ein Resümee. Verhältnis Ideologie und Kultur: Belegschaftskultur bei GT formiert sich nur innerhalb der Ideologie (S. 314), die beiden Aspekte stehen also nicht nebeneinander, die Belegschaftskultur muss sich, "(...) ob distanzierend, kritisch oder affirmativ, ob instrumentell und eigene Interessen bedienend, auf die GT-Ideologie beziehen" (S. 314)
ErkenntniszielErste Untersuchung über das Verhältnis von Firmenideologie und Belegschaftskultur (S. 11)
Selbstdefinition"Ethnographische Fallstudie" (Titel);
MethodenbegründungDie Methode wird im Kapitel 1 "Fragestellung und Untersuchungsfeld" (S. 9-25) skizziert. Hier wird der Betrieb und das Untersuchungsfeld (eine Abteilung) vorgestellt, sowie das ethnographische Vorgehen. Im Anhang Interview-Leitfaden und Fragebogen. Die methodische Reflexion bleibt recht allgemein. Ausführlich wird auf die (persönlichen) Probleme hingewiesen, die sich bei der Feldforschung ergeben (S. 30f., Fußnote 42)
AuswertungTextanalysen der firmeneigenen Zeitschrift (S. 65f.), sonst keine systematischen Angaben
FalldarstellungDer Betrieb wird mit seinen Charakteristika und Rahmenbedingungen wird zu Beginn skizziert und fließt auch später immer wieder in die Darstellung der Ergebnisse und Interpretation mit ein. Untersuchungsfeld ist ein Bereich dieses Unternehmens (Marketing), der ebenfalls vorgestellt wird.
EingabeTUM

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