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Veröffentlichung

Howaldt, J.; Klatt, R.; Kopp, R. (2004): Neuorientierung des Wissensmanagements. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag.

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InstitutionSFS Dortmund
ProjektbeteiligteHowaldt, Jürgen; Klatt, Rüdiger; Kopp, Ralf
ProjektcharakterBMBF-Projekt, Titel "Cross company knowledge management" unter dem Forschungsschwerpunkt "Innovative Arbeitsgestaltung - Zukunft der Arbeit"
weitere VeröffentlichungenHowaldt, J.; Klatt, R.; Kopp, R. (2004): Fallstudien zum Wissensmanagement im Bereich wissensintensiver Dienstleistungsnetzwerke aus Berater- und IT bzw. Multimediabranche, Sozialforschungsstelle Dortmund, Beiträge aus der Forschung, Bd. 143, Dortmund.
ProjektlaufzeitJuni 2001 - Mai 2004
ErhebungszeitraumKeine Angabe
Fälle19 Fallstudien = 4 Fallstudien als "Learning Histories" und 15 Fallstudien im Bereich Berater- und IT-Netzwerke
AuswahlFallstudien in Berater- und IT- bzw. Multimedianetzwerken in Deutschland, Österreich, Schweiz und USA
ErhebungS. 3ff.: 1.) Internet- und Literaturrecherchen; 2.) 15 leitfadengestützte Experteninterviews (international); 3.) 4 Fallstudien ("Learning Histories") in den USA; 4.) 15 Fallstudien in den Berater- und IT bzw. Multimedianetzwerken in Deutschland, Österreich und Schweiz (S. 3); 5.) Durchführung zweier Modellprojekte im Bereich Berater- und IT-Netzwerke; 6.) Durchführung von 5 Lernlaboratorien (nähere Beschreibung in Kapitel 3.5.10)
ForschungsgebietOrganisationsberatung; Innovation/Wissensmanagement; Klein/Mittelbetriebe; Internationaler Vergleich; zwischenbetriebliche Netzwerke
Fragestellung"Das Projekt crosscomp zielte auf die Erforschung und Erprobung neuer Konzepte und Methoden der Wissensgenerierung in organisationsübergreifenden Kooperationsnetzwerken entlang der "Wertschöpfungskette Wissen". Das besondere Interesse richtete sich auf den Modus der Wissensintegration unter Perspektive der effizienten Entwicklung qualitativ hochwertiger Dienstleistungsangebote bei kleinen und mittelgroßen Dienstleistungsunternehmen im Bereich Organisationsberatung und Multimedia/IT. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Entwicklung und Erprobung geeigneter Instrumente, Infrastrukturen und Methoden des Wissensaustausches und wirksamen Netzwerkarrangements" (S. 2). Außerdem war das Ziel: "Kooperationsbarrieren und (fördernde) Faktoren sowie durch die praktische Erprobung und Weiterentwicklung entsprechender Erfahrungen in zwei Modellversuchen überkommene Formen hochgradig arbeitsteilig organisierter Wissensproduktion durch innovative Modelle integrierter Wissensgenerierung abzulösen" (S. 10).
TheoriebezugKapitel 1 beschreibt die Paradoxien und Dysfunktionalitäten der aktuellen Praxis des Wissensmanagements unter Rückgriff auf aktuelle Konzepte. Kritik an diesen ist, dass der spezifische Charakter der Ressource Wissen ausgeblendet wird. Deshalb wird in Kapitel 2 der Fokus auf "implizites Wissen" gelenkt, das bisher nicht systematisch in der derartige Konzepte integriert wurde, aber Potenziale für Wissensgewinnung und Wissensaustausch erhoffen lässt. Kombination der Themen Wissensmanagement und Netzwerkdebatte (z.B. Sydow 1999, Gross 2002, Klatt 1999, Castells 2001). Überlegungen zum Wissensbegriff (z.B. Berger/Luckmann 1980, Stehr 2001), sowie zur Theorie "impliziten Wissens" (z.B. Polanyi 1985 und Neuweg 2001)
ErgebnisseKapitel 3 beschäftigt sich mit aus der Empirie gewonnenen Veränderungen im Verständnis von Wissensmanagement und "Neuen Zugängen zum Wissensmanagement", welche den Besonderheiten der Ressource Wissen gerecht werden (S. 73ff.): Dynamik, Personengebundenheit, Kontextabhängigkeit. Vom "exzessiven zum selektiven Wissensmanagement" (S. 83ff.). In Kapitel 4 liegt der Fokus auf "Besonderheiten des Wissensmanagements und der Wissensorganisation in Netzwerken", denn "Insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen in wissensintensiven Branchen ist die Bildung von Netzwerken eine Handlungsstrategie" (S. 117). Netzwerkprobleme verweisen auf Probleme der Wissensorganisation. Häufig über "implizites Wissensmanagement", das an Personen und deren Beziehungen gebunden ist (z.B. S. 135). Kapitel 5 ist ein "Praxisbericht funktionierender Wissenscommunities" (und wurde von K.-G. Ciesinger erstellt, Fußnote 4). Dort geht es um die Frage, wie Mitarbeiter motiviert werden können, ihr Wissen weiterzugeben. Als ein Ergebnis des Projektes kann festgehalten werden, dass es trotz fehlender ökonomischer Anreize zu Weitergabe von Wissen aufgrund von intrinsischer Motivation innerhalb einer sozialen Gruppe "extrem erfolgreiche Informationssysteme" geben kann (S. 137). Dies wird durch ein der Empirie gewonnenes Erklärungsmuster begründet: "Fame" (S. 145ff.). Für weitere Forschung folgern die Autoren daraus: "Wie Anreizsysteme geschaffen sein müssen, um "Fame" zu vermitteln, wie intrinsische Motivation geweckt und erhalten werden kann, wie der Spaß an der Wissensoffenbarung mit üblichen Arbeitsprozessen in Übereinstimmung gebracht wird, ist unklar und auch für die Personal- und Organisationsentwicklung zumindest in Bezug auf die Flankierung von Wissensmanagementsystemen ein weißer Fleck auf der Forschungslandkarte" (S. 149).
ErkenntniszielAusdrückliches Ziel war "hohe Praxisnähe und -relevanz" (S. 137). Die Autoren versuchen eine Verbindung von Wissensmanagement mit Netzwerkmanagement zu erreichen. Ziel war dabei nicht so sehr eine "verkaufsfähiges, bis in die Einzelheiten hinein durchkomponiertes Modell" (S. 7) zu entwickeln, als vielmehr eine Diskussion an zu stoßen "(...) in dessen Zentrum die Frage nach einem angemessenem Managementverständnis in einer Gesellschaft steht, in der Wissen immer mehr zu einer zentralen Ressource zur Bewältigung der anstehenden Innovationsprozesse wird, der traditionelle Wissensbegriff jedoch immer problematischer" (S. 7).
SelbstdefinitionFallstudie (S. 3), zusätzlich zu den Experteninterviews. Begriff wird aber nur 1-2 mal verwendet.
MethodenbegründungEs gibt kein Methodenkapitel. Die Erhebungsinstrumente werden in der Einleitung aufgezählt. Eine weitere Definition, z.B. was der Fall ist, erfolgt nicht.
AuswertungKeine Angabe
FalldarstellungKeine Aufbereitung der Befunde nach Fällen. Die empirischen Ergebnisse verschwinden in der Darstellung der Veröffentlichung, keine Zitate, etc.
EingabeTUM

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