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Veröffentlichung

Sofsky, W.; Paris, R. (1991): Figurationen sozialer Macht. Opladen: Leske und Budrich.

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Details

InstitutionUniversität Göttingen, Soziologisches Seminar
ProjektbeteiligteSofsky, Wolfgang; Paris, Rainer; Girschner, Walter (Projektleitung); Mauterodt-Schnell, Angelika (Erhebung und Interpretation der Daten)
ProjektcharakterDFG-Projekt
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumKeine Angabe
FälleEmpirische Feldanalysen in 3 verschiedenen Typen von Arbeitsorganisationen: 8 Fallstudien
Auswahl3 Branchen in drei Regionen: Die Abteilung Maschinenbau eines mittelständischen Metallbetriebs in Süddeutschland, eine norddeutsche Alternativdruckerei und eine westdeutsche Kommunalverwaltung. "Die Untersuchungseinheiten wurden nach Machtprozessen ausgewählt, die eindeutig neben oder jenseits der formalen Hierarchie zu lokalisieren waren." (S. 15)
ErhebungAuf S. 16f. wird kurz das empirische Vorgehen, ein Methodenmix, dargestellt: Teilnehmende Beobachtung; zahlreiche Gespräche am Arbeitsplatz; zu einzelnen Schlüsselinformanten wurden intensivere Kontakte aufgebaut; narrative Interviews über einzelne Abschnitte der Organisations- und Konfliktgeschichten; anschließender Vergleich der Zeugenaussagen; Aufzeichnungen von Arbeitsbesprechungen; Dokumentenanalyse; abschließende Gruppendiskussionen.
ForschungsgebietMacht/Mikropolitik; betriebliche Herrschaft; Klein/Mittelbetriebe
FragestellungEs werden Fragen nach der Entstehung von sozialer Macht gestellt, wie sich Menschen anderer bemächtigen und was diese anstellen, um sich dieser Zwänge wieder zu entledigen (S. 17). "Zuerst wird die allgemeine Basisstruktur der jeweiligen Sozialform analysiert, das figurative Arrangement der Macht, in dem sich die Menschen bewegen. Sodann geht es im nächsten Schritt um die Typen und Variationen dieser Grundstruktur. Und schließlich werden die politischen Prozesse betrachtet, die Entstehung, Stabilisierung und der Zerfall der Machtfigurationen." (ebd.) Frage ist dabei immer wie macht organisiert wird (S. 11).
TheoriebezugZu jedem der Themenkomplexe "Autorität", "Stellvertretung" und "Koalition" und in jedem Kapitel werden einige theoretische Grundgedanken und Weiterentwicklungen genannt. "Mit Absicht verzichtet die Studie weitgehend darauf, die bekannten Theorien der Macht nochmals zu diskutieren. Stattdessen widmet sie sich direkt der Sache selbst" (S. 17).
ErgebnisseEin zusammenfassendes Kapitel gibt es nicht. Die erarbeiteten empirischen Ergebnisse werden in jedes Kapitel mit eingearbeitet und nicht explizit genannt. Die Fallstudie dient dabei als Bestätigung und Erläuterung der theoretischen Erkenntnisse.
Erkenntnisziel"Dennoch unternimmt die hier vorgestellte Studie den Versuch, die Vielfalt sozialer Machtprozesse so zu kondensieren, dass ihre Grundmuster sichtbar werden" (S. 17).
Selbstdefinition"Fallstudien" (bereits im Inhaltsverzeichnis so benannt) und "empirische Feldanalysen" (S. 15)
MethodenbegründungEs gibt kein Methodenkapitel, stattdessen wird diese in der Einleitung beschrieben (S. 15ff.). Selbstverständnis: "Methodisch wurde für den sozialen Prozeß der Datenerhebung eine offene und mobile Strategie der teilnehmenden Beobachtung gewählt. (...) Die Figurativität sozialer Machtprozesse verlangt, die Sichtweisen und Deutungsmuster möglichst vieler beteiligter Personen und Instanzen zu erfassen" (S. 16). Daher auch Methodenmix: "Insgesamt bedienten sich die Feldstudien einer variablen Kombination von Verfahren, die sowohl in der qualitativen Sozialforschung, als auch in der Ethnologie geläufig sind. Durch diesen Methodenmix konnte nicht nur eine hohe Validität der Daten, sondern auch eine Sensitivität und Reflexivität der Forschungskommunikation erzielt werden, wie sie mit standardisierten Erhebungsmethoden kaum zu erreichen sein dürfte." (S. 16) Verständnis von Fallstudien: "In der theoretischen Argumentationsfolge nehmen die Fallstudien eine eigentümliche Zwischenstellung ein. Einerseits sind sie in das Gebäude der Theorie eingefügt und sollen die analytische Konstruktion an wichtigen Punkten verdeutlichen. Andererseits haben sie jedoch die Tendenz, über das was theoretisch gezeigt werden soll, empirisch "hinauszuragen" und den Komplexitätsgrad der Darstellung zu erhöhen. (...) Trotz aller Komplexität der Theorie ist die soziale Wirklichkeit immer mannigfaltiger als die Theorie, die sie beschreibt" (S. 16f.).
AuswertungKeine Angabe
FalldarstellungEs werden 8 Fallstudien im Buch verarbeitet, zu den Überpunkten "Sachautorität", "Organisationsautorität", "Aufbau und Reproduktion", "Regelstrukturen", "das Publikum", "Koalitionstypen", "Verschiebungen im Machtfeld" und "Gemeinsamkeiten". Diese Fallanalysen werden in kleinerer Schrift als Art Exkurs in den Text eingebaut (z.B. S. 45-50, S. 141-145). Verwendung von Zitaten in den Fallstudien.
EingabeTUM

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