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Birke, M.; Krahn, K.; Schwarz, M. (1985): Beschäftigungspolitische Handlungsspielräume von Betriebsräten. Frankfurt: Campus.

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InstitutionInstitut zur Erforschung sozialer Chancen (ISO) Köln
ProjektbeteiligteBirke, Martin; Krahn, Karl; Schwarz, Michael
ProjektcharakterProjekt am ISO, ohne genaue Angaben.
weitere VeröffentlichungenAndere Veröffentlichungen dazu: Ammon u.a. 1980, Birke u.a. 1982.
Projektlaufzeit1981-1984
ErhebungszeitraumKeine Angabe
FälleMehrere Fallstudien in den ausgesuchten Betrieben, die genaue Zahl wird nicht angegeben.
AuswahlZwei Betriebe der Automobilbranche und ein Zeitungsbetrieb und ein mittelständischer Tiefdruckbetrieb der Druckindustrie (im gesamten Forschungsbericht auch Stahl-, Brauerei- und Zigarettenindustrie). Auswahlkriterien siehe S. 20f.
ErhebungZur Erhebung gehörte Material- und Dokumentenanalyse, Arbeitsplatz- und Betriebsbesichtigung, Expertengespräche (Schwerpunkt) und Gruppendiskussionen. Begleitend: Gespräche, Gruppendiskussionen und Interviews mit hauptamtlichen Gewerkschaftsfunktionären, Mitgliedern der Unternehmens- bzw. Geschäftsführung, Vertrauensleuten und Beschäftigten.
ForschungsgebietBetriebliche Herrschaft; Gewerkschaftliche Interessenvertretung; Mitarbeiterpartizipation; Arbeitspolitik
Fragestellung"Welche Wirkungen können branchen- und betriebsspezifische Regelungen (zur Arbeitszeit, Maschinenbesetzung und zur Einführung neuer Techniken) unter den Bedingungen von Strukturkrisen und sich abzeichnenden Rationalisierungsschwerpunkten entfalten? Welche Anforderungen ergeben sich aus der Umsetzung neuer, beschäftigungs- und arbeitspolitisch wirksamen Regelung für die gewerkschaftliche und betriebliche Interessenvertretung? Welche Ansatzpunkte, Grenzen und Möglichkeiten bestehen für eine stärkere Einflußnahme der Beschäftigten und ihrer Interessenvertretung auf die Gestaltung der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen?" (S. 19)
TheoriebezugIn der Einleitung wird kurz Bezug auf den theoretischen Rahmen genommen (allerdings wurde in dieser Fassung des Forschungsberichts auf eine ausführliche theoretische Herleitung verzichtet (S. 14)): Bezug auf Kern/Schumann (1984); Dohse/ Jürgens (1981); Fricke (1984). "Ausgangspunkt der Arbeit ist, daß gleichzeitig mit der Beschäftigungskrise und ihrer Verschärfung auch eine durchgreifende 'Krise der Beschäftigungspolitik' auf staatlicher, tarifvertraglicher und betrieblicher Ebene immer offensichtlicher wird" (S. 15).
ErgebnisseDie Ergebnisse werden in die Fallanalysen eingeflochten. Abschließend gibt es ein Kapitel mit Schlussfolgerungen für eine "qualitative Tarif- und Betriebspolitik" (Kap. 4; Zusammenfassung dazu S. 310f.). Des weiteren ein Fazit über den "Stellenwert der Analyse betrieblicher Handlungsstrukturen für die Interessenvertretung von Arbeitnehmern und die industriesoziologische Forschungsarbeit" (Kap. 5). Hier wird für eine verstärkte Durchführung "intensiver, vertiefender und (zeit)aufwendiger betrieblicher Fallstudien" plädiert (S. 308). Um dies zu unterstreichen wird auf Ergebnisse von anderen Fallstudien verwiesen, z.B. von Weltz/Lullies (1983).
ErkenntniszielEs sollen unter beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten Reichweite, Grenzen, Möglichkeiten und Ansatzpunkte für weitergehende Einflussmöglichkeiten der Beschäftigten und ihrer Interessenvertreter auf betrieblicher Ebene identifiziert und erklärt werden. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen können, die Handlungsmöglichkeiten auf betrieblicher Ebene zu effektiveren und eine problemadäquate und zukunftsorientierte Ausgestaltung tarifpolitischer Forderungen bzw. Regelungen zu ermöglichen. Damit wird zu gleich das Ziel verfolgt, Aufschluss über veränderten gewerkschaftlichen Handlungsbedarf und -spielraum in den Betrieben zu erhalten und handlungspolitisch relevante Schlussfolgerungen und Konsequenzen zu formulieren (S. 19). Versuch "anwendungsorientierter Forschung" (S. 25).
Selbstdefinition"Fallstudie" (schon im Titel)
MethodenbegründungEs gibt ein Methodenkapitel (Kap. 1.4), allerdings wird das methodische Vorgehen hier nur knapp dargestellt. In Birke u.a. (1984) und Schwarz (1985) wird das methodische Verfahren genauer dargestellt und reflektiert. "Untersuchungsgegenstand und Fragestellung sperren sich gegen eine Anlage der Untersuchung, die sich an Kriterien der Repräsentativität und der Quantifizierbarkeit von Untersuchungsergebnissen orientiert, machen vielmehr eine fallbezogenen, vertiefende qualitative Analyse erforderlich" (S. 20). Außerdem war ein offenes und experimentelles Vorgehen erforderlich. (S. 23) "Neben und über einen primär problem- und gegenstandbezogenen Ausgangspunkt hinaus, der das analytisch diagnostische Erkenntnisinteresse in den Mittelpunkt stellt, liegt dem Ansatz und der Forschungspraxis ein Ausgangspunkt zugrunde, der das Augenmerk stärker auf Fragen und Probleme hinsichtlich des Verwendungszusammenhangs legt, in den sich Forschungsprozeß und -ergebnisse stellen bzw. womit sie konfrontiert werden" (S. 24). Im Methodenkapitel werden die angewandten Methoden aufgezählt und das Haupterhebungsinstrument - die Experteninterviews - kurz reflektiert (S. 23). Jeweils zu Beginn der Falldarstellung werden die Auswahlkriterien für Branche und Betriebe dargestellt (z.B. S. 28-32, S. 155-159) Verständnis von Fallstudien: "Diese Konzentration [auf Fallstudien, J.P.] erfolgt aus der Überzeugung, daß gerade in vertiefenden, qualitativ angelegten, betrieblichen Fallstudien ein wichtiges Erkenntnispotential für industriesoziologische Forschung besteht, das zur Zeit aus unterschiedlichen Gründen aber nur recht unzureichend genutzt wird" (S. 13). Autoren schreiben im Vorwort, dass die ausführliche Darstellung der Methode (wie auch der Theorie) im vorliegenden Bericht gegenüber dem ersten Projektbericht stark gekürzt werden musste (S. 14).
AuswertungErhebung und Auswertung bilden "im Forschungsprozeß eine dynamische Einheit" (S. 24). "Eine strikte Phasentrennung zwischen Konzeptionierung, Erhebung und Auswertung sollte vermieden werden" (S. 23).
FalldarstellungIn diesem Bericht "steht entgegen der Vorfassung nunmehr die Dokumentation von betrieblichen Fallstudien eindeutig im Vordergrund" (S. 13). Die Fallstudien in der Automobil- und der Druckindustrie werden in zwei Kapiteln auf jeweils ca. 120 Seiten dargestellt, dabei werden gelegentlich Zitate verwendet.
EingabeTUM

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