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Marx, S. (2003): Kommunikation im Arbeitsteam. Frankfurt: Campus.

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InstitutionKeine Angabe
ProjektbeteiligteMarx, Sabine
ProjektcharakterDissertation, die durch ein Stipendium der HBS gefördert worden ist im Rahmen des Promotionskollegs "Geschlechterdemokratie und Organisationsreform im globalen Kontext"
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitCa. vier Jahre (S. 11)
ErhebungszeitraumKeine Angabe
FälleAnalysiert wurden vier Gruppendiskussionen (S. 20).
AuswahlBranchen: Telekommunikation, Elektroindustrie, IT-Industrie. Mehrere Unternehmen, die mit Umstrukturierung in Richtung neues Management zu tun haben und die Kommunikation als bedeutsamen Faktor in diesem betrieblichen Veränderungsgeschehen ansehen. Folgende Kriterien bestimmten die Auswahl der Teams der Gruppendiskussionen: 1) verschiedene Fachrichtungen der Ingenieurwissenschaft sollten beteiligt sein; 2) Teams sollten interdisziplinär zusammengesetzt sein; 3) Teams sollten geschlechtergemischt sein. (S. 19f.)
ErhebungVor der Hauptuntersuchung einige Expertengespräche, um die Fragestellungen abzustecken (S. 19). In der Haupterhebung vier Gruppendiskussionen mit 27 Personen, darunter 8 IngenieurInnen, eine Wirtschaftsmathematikerin, Personen aus dem kaufmännischen Bereich, dem Marketing und der Produktion. (S. 19ff)
ForschungsgebietBetriebsorganisation; Interne Kommunikation; Geschlechterverhältnis; Kooperationsformen
FragestellungZentrale Fragestellung: "Wie managen die AkteurInnen (gesellschaftlich- organisatorische) Umstrukturierungsprozesse in ihren betrieblichen Arbeitsfeldern?" (S. 15). Zusätzliche Fragestellungen zu Kommunikation: "Welche Bedeutungszuschreibungen nehmen die AkteurInnen in Bezug auf Kommunikation vor? Wie entfaltet sich kommunikative Kompetenz?" (S. 16); zu Teamarbeit: "Welche Bedeutungszuschreibungen nehmen die AkteurInnen in Bezug auf Teamarbeit vor? Welche Formen der Zusammenarbeit und Lösung von Leitungsaufgaben lassen sich identifizieren? Wie konstruieren die AkteurInnen Macht im Teamkontext? Woran orientiert sich die Teamentwicklung?" (S. 16); zu Geschlecht: "Wie kontextualisieren die AkteurInnen Geschlecht?" (S. 16).
TheoriebezugDer Theorieteil gliedert sich in drei Abschnitte (S. 25ff.): 1.) Kommunikation: kommunikationstheoretische Überlegungen ausgehend von Watzlawick et al.'s "Axiomen", dem Symbolischen Interaktionismus und konzeptionelle Elemente aus der Gestalttheorie und -physiotherapie; 2.) Teamarbeit: Ansätze der Gruppenbildung und Machtausübung im Team; 3.) Organisation: beleuchtet wird, welche Rolle die Kommunikation in der Organisationstheorie spielt, dabei Verarbeitung klassischer Ansätze von Weber und Taylor, psychologisch orientierter Modelle von Mayo, konstruktivistischer Ansätze und Giddens Theorie der Strukturierung.
ErgebnisseEs gibt ein Ergebnis-Kapitel (S. 273ff., Kap. 4). Die zentralen Ergebnisse werden zunächst in einer Tabelle dargestellt (S. 280) und dann ausführlich erläutert, dabei wird auch immer wieder auf die Gruppendiskussionen und die Themen Kommunikation, Teamarbeit und Geschlecht zurück geschlossen. 1.) Kommunikation gilt als neues kulturelles Kapital, besonders wichtig für betriebliche Reorganisation; unterschieden werden kann zwischen Quantität und Qualität; eine wichtige Rolle spielt die elektronisch- direkte Kommunikation; 2.) Teamarbeit ist heterogen bestimmt, diese Entwicklung geht immer weiter voran und Teams müssen Verschiedenheit und Heterogenität ausbalancieren; 3.) "Jenseits vorhandener Typisierungen und Schwierigkeiten erscheint Geschlecht damit in allen Diskussionen als kommunikatives Potenzial, als Schlüsselqualifikation, das die AkteurInnen mit unterschiedlicher Vehemenz und Virtuosität zu nutzen wissen" (S. 310).
ErkenntniszielEs sollte geklärt werden, wie Kommunikation am Arbeitsplatz vollzogen wird, welche Einflüsse Kommunikation auf Teamarbeit und Machtstrukturen hat und welche Rolle Geschlechterdifferenzen dabei spielen.
Selbstdefinition"Fallstudie" (im Untertitel), ansonsten wird aber nicht mehr auf den Begriff eingegangen.
MethodenbegründungDarstellung und Erklärung der verwendeten Methode im Methodenkapitel (S. 17ff.): narrative Gruppendiskussion als Untersuchungsmethode, Auswertung mittels Konversationsanalyse, die theoretisch im symbolischen Interaktionismus verankert ist (nach Kallmeyer/Schütze 1976). "Der Grund für die Wahl lag darin, dass die Methode aus meiner Sicht besonders geeignet ist, Untersuchungen zu einer Fragestellung durchzuführen, die auf sehr neue, im Wandel begriffene Verhältnisse abzielt, wo die 'Würfel noch nicht gefallen' sind" (S. 17).
AuswertungErfolgte mittels der Konversationsanalyse (S. 100ff.): vollständige Transkription der Gruppendiskussionen; Segmentierung und Bestimmung des Gesprächsanteils der TeilnehmerInnen; Auswahl der Analyseschritte; strukturelle Beschreibung der codierten Abschnitte; abschließende Gesamtformung.
FalldarstellungDie vier Gruppendiskussionen werden jeweils einzeln detailliert auf ca. 40 Seiten dargestellt (Kap. 3). Dabei wird auf die Hintergründe des Unternehmens, die Sitzordnung, die beruflichen Stellungen der Teilnehmer und den gesamten Verlauf der Diskussion eingegangen. Es werden viele Zitate verwendet.
EingabeTUM

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