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Veröffentlichung

Jantke, C. (1953): Bergmann und Zeche. Tübingen: J.C.B. Mohr (Paul Siebeck).

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InstitutionSFS Dortmund
ProjektbeteiligteJantke, Carl (Verfasser des Gesamtberichts); Prof. Dr. Arsenberg, Conrad M. und Ralis, Max von der Columbia halfen bei der Anlage der Untersuchung; Neuloh, Otto (Leiter der Feldarbeit); Paul, Helmut; Schmitz, Rudolf; Kleiber, Wilhelm; Stirn, Hans; Breilmann, Annemarie (Durchführung der Feldarbeit)
ProjektcharakterKeine Angabe
weitere Veröffentlichungen
Projektlaufzeit1950 Beginn, Veröffentlichung 1953
ErhebungszeitraumFühlungnahme im Januar 1950; Befragung im Juni/Juli 1950; Zusatzbefragungen und weitere Beobachtungsreihen von August bis Anfang Oktober 1950.
Fälle1 Zeche
AuswahlEine Schachtanlage des nördlichen Ruhrgebiets; untersucht wurden 6 Reviere.
ErhebungDie Erhebungsmethoden werden auf ca. 4 Seiten dargestellt (S. 5ff.). 1.) Teilnehmende Beobachtung: 3 Feldarbeiter befanden sich von Januar bis Oktober 1950 ständig auf der Zeche, wohnten im Ledigenheim und nahmen an Sitzungen und ähnlichem teil. Außerdem Beobachtungen "besonderer Betriebsereignisse" (S. 8). 2.) 3 getrennte Befragungen: 1. Die Reviere 1,2,3 waren die Objekte der Gesamtuntersuchung, für die der Hauptfragebogen verwendet wurde: 116 Befragte. 2. In den Revieren 4,5,6 wurden Spezial-, Ergänzungs- und Kontrollfragen gestellt: 49 Befragungen. 3. Befragung von 97 Bergmannsfrauen. Die Befragungen erfolgten anhand eines strukturierten Interviews, teilweise auch mit offenen Fragen, dauerten ca. 1,5 Stunden und wurden am Arbeitsplatz und am Wohnort der Bergmannsfrauen durchgeführt.
ForschungsgebietLohn/Leistung; betriebliche Sozialisation; Arbeitsorganisation
FragestellungWelches sind die Probleme des Gruppenverhaltens im Arbeitsprozeß, so wie sie sich in der Wirkungsweise der Gedingeformen darstellen? Wie sehen die Beziehungen zwischen Belegschaft und Vorgesetzten unter den technischen und organisatorischen Anforderungen der langen Abbaufronten aus? Wie sehen die Beziehungen zum Betriebsrat und zur Gewerkschaft aus? Welche Bedeutung haben Unfälle und Berufskrankheiten sowie das Versorgungssystem für den Bergmann? (S. 1)
TheoriebezugDer Begriff und die Wirkungsweisen des Gedinge werden erklärt. Es wird aber keine spezielle Theorie für die Untersuchungsfragen und den Untersuchungsgegenstand erörtert: "Wenn sich diese Untersuchung von einzelnen, relativ lose gefügten Sachgebieten her aufbaut, statt von einem einheitlichen theoretischen Modell auszugehen, so geschah das nicht zuletzt mit Rücksicht auf die noch keineswegs zureichend geklärte Stellung des Bergbaus im Gesamtgefüge unserer modernen industriellen Sozialverfassung" (S. 1).
ErgebnisseEs gibt kein zusammenfassendes Ergebniskapitel, die Ergebnisse fließen in die einzelnen Kapitel mit ein. Dabei werden die Themen "Wirkungen der Gedingeformen", "Vorgesetzte", "Betriebsrat und Gewerkschaft" und "Gefährdung und Versorgung des Bergmanns" behandelt.
Erkenntnisziel"Der folgende Bericht will einen Beitrag der empirischen Sozialforschung zu der von den maßgebenden Fachleuten des deutschen Kohlenbergbaus eingehend geführten Diskussion über den Stand der menschlichen Beziehungen im Arbeitsprozeß unter Tage und der sich daraus ergebenden Möglichkeiten reformerischer Maßnahmen leisten" (S. 1). Studie hat den Charakter einer "Pilotstudie" (S. 3).
SelbstdefinitionDer Begriff "Fallstudie" wird nicht verwendet.
MethodenbegründungBefragungsergebnisse sind als repräsentativ für die untersuchte Belegschaft anzusehen (S. 4). Aber: "Das unserer Befragung zugrunde gelegte Auswahlverfahren stellt eine Teilerhebung im Sinne einer monographischen Bearbeitung (Kellerer) dar. Die erzielten Zahlengrößen sind als eine grobe Gewichtung in der Verteilung der beobachteten Merkmale der untersuchten Teilmasse zu werten und beanspruchen keine Gültigkeit hinsichtlich der Anwendbarkeit auf eine größerer Gesamtheit" (S. 9f.). Methoden werden vorgestellt und teilweise mit Bezug auf bestehende methodologische Literatur begründet (z.B. König 1952, Kluckhohn o.J., Kellerer 1953).
AuswertungEin Code-Buch wurde für die Befragungen angelegt und die Antworten ausgezählt ("monographische Bearbeitung") (S. 9).
FalldarstellungDer Untersuchungsbetrieb wird sehr genau in einem eigenen Kapitel dargestellt (S. 11ff.). Im Fließtext tauchen immer wieder Zitate auf. Im Anhang befinden sich Beobachtungsprotokolle und ein Kapitel über den Beruf des Bergmanns und den Betrieb aus der Sicht der Bergmannsfrau.
EingabeTUM

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