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Düll, K.; Sauer, D.; Schneller, I.; Altmann, N. (1976): Öffentliche Dienstleistungen und technischer Fortschritt. 2 Bde. Frankfurt: Aspekte Verlag.

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InstitutionInstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung München ISF
ProjektbeteiligteDüll, Klaus; Sauer, Dieter; Schneller, Irmtraut; Altmann, Norbert
ProjektcharakterRKW-Projekt "Arbeitswirtschaftliche Probleme der Rationalisierung und Mechanisierung in der Deutschen Bundespost" auf Anregung der Deutschen Postgewerkschaft
weitere VeröffentlichungenZusammenfassender Bericht: Düll, K.; Sauer, D.; Schneller, I.; Altmann, N. (1972): Öffentliche Dienstleistungen und technischer Fortschritt. Frankfurt: Aspekte Verlag.
Projektlaufzeit1969-1971
ErhebungszeitraumExpertengespräche März bis Mai 1970; Fallstudien Mai 1970 bis August 1970
Fälle9 Fallstudien in verschiedenen Dienstleistungsbereichen der deutschen Bundespost. Liste der durchgeführten Fallstudien: 1972: Anhang 2, S.103 und 1976, Bd. 2, Anhang S. 754
AuswahlVerschiedene Bereiche der Deutschen Bundespost. Auswahl erfolgte auf Grundlage von Expertengesprächen. "Ausgewählt wurden solche Fälle, in denen weitreichende und für die künftige Entwicklung nach Vorstellung der Experten wesentliche technisch-organisatorische Veränderungen stattgefunden hatten oder im Versuchsbetrieb erprobt wurden, und bei denen auch quantitativ bedeutsame personelle Veränderungen aufgetreten sind oder zu erwarten waren" (1972, Anhang 1, S.100)
ErhebungDarstellung der Erhebungsmethoden im Anhang 1976, Bd. II (keine genauen Zahlenangaben). Überbetriebliche Expertengespräche mit Experten vom Posttechnischem Zentralamt (PTZ), Fernmeldetechnischem Zentralamt (FTZ) und der Gewerkschaft; systematische Betriebsbegehungen, fallbezogene Expertengespräche in den Ämtern, auf die sich die Fallstudie erstreckte (Amtsleiter, Leiter der in Betracht kommenden betrieblichen und technischen Stellen, einzelne Sachbearbeiter und Ingenieure, Personalstelle und Vertreter des Personalrats) und den jeweils zuständigen Oberpostdirektionen und Bezirkspersonalrat, sowie mit Vertretern des örtlichen Personalrats. Gruppendiskussionen mit gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten, Vertretern des örtlichen Personalrats und Vertretern der Deutschen Postgewerkschaft aus den betroffenen Kreis- und Bezirksverwaltungen (insgesamt 58 Teilnehmer). Quantitatives und qualitatives Sekundärmaterial der Deutschen Bundespost. Leitfaden der Expertengespräche, Unterlagen zur Vorbereitung der Fallstudien und Grundanreiz-Leitfaden für Gruppendiskussionen im Anhang abgedruckt (1976, Bd II als auch 1972).
ForschungsgebietTechnologische Entwicklung; Automation
FragestellungPersonelle Auswirkungen technisch-organisatorischer Veränderungen in der Deutschen Bundespost unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Einflussgrößen (dazu theoretischer Bezugsrahmen). Darüber hinaus: Welche gesellschaftlichen Interessen steuern die technisch-organisatorische Entwicklung in einzelnen Dienstleistungsbereichen der Bundespost, die in bereichsspezifische Rationalisierungs- und Mechanisierungsmaßnahmen sowie Maßnahmen der Teilautomation münden? Welche Formen der Leistungserbringung für die "Öffentlichkeit" können mit einzelnen technisch-organisatorischen Entwicklungen und den dahinter stehenden Interessen in Konflikt treten? (1972: 23) Übergeordnete Fragestellung: Probleme der Modernisierung im Öffentlichen Dienst
TheoriebezugTheoretischer Bezugsrahmen der Studie beruht größtenteils auf eigenen theoretischen Überlegungen - "bei der Entwicklung des theoretischen Ansatzes und der analytischen Dimension konnte sich das Untersuchungsteam kaum auf vergleichbare Analysen und Vorarbeiten stützen" (1976, Bd I, S. vii) aber Rückbezug auf Lutz/Düll/Kammerer/Kreuz (1970), Altmann/Bechtle (1971), ISF-Forschungsberichte an die DFG 1966/67 "Typologie der Arbeitsformen". Grundannahme: Technisch-organisatorische Entwicklung und ihre personellen Auswirkungen als gesellschaftlich bedingter und steuerbarer Prozess (ebda. 13) Zentrale Aspekte der theoretischen Überlegungen: Frage nach der "Funktion Öffentlicher Dienstleistungen in einer hoch industrialisierten, auf private Kapitalverwertung ausgerichteten Gesellschaft" (1972, S.7; 11-13) und gegenüber Lutz et al. weitergehende Einbeziehung gesellschaftlicher Einflussgrößen (ebda. vii, 13-18, Abb. S.29).
ErgebnisseErgebnisse werden für die verschiedenen Dienstleistungsbereiche gesondert dargestellt; Grund ist die These & der Befund, dass in den unterschiedlichen Dienstleistungsbereichen aufgrund spezifischer Interessenzusammenhänge typische Bedingungskonstellationen für technischen Fortschritt bestehen, die sich in typisch unterschiedlichen Verläufen technisch-organisatorischer Veränderung und entsprechend typischen Veränderung der Tätigkeits- und Qualifikationsstrukturen sowie Auswirkungen auf die Arbeitskräfte ausdrücken (vgl. 1972: 31ff). Ergebnisdarstellung bezieht sich dann jeweils auf (a) den gegenwärtigen technisch-organisatorischen Stand (b) Entwicklungsperspektiven der Mechanisierung/Teilautomation (je nach Bereich) und (c) personellen Auswirkungen. Verknüpfung der Kategorien des theoretischen Ansatzes mit dem empirischen Material erfolgt ins. über den so genannten "Allgemeinen Teil" vor jeder Falldarstellung (Bd I und II), in dem v.a. den Bedingungen und Einflussgrößen einer interessengeleiteten Steuerung technischen Fortschritts nachgegangen wird.
ErkenntniszielEntwicklung eines theoretischen Bezugsrahmens zur Analyse gesellschaftlicher Einflussgrößen technisch-organisatorischer Veränderung, der zur Untersuchung von Modernisierungsprobleme im Öffentlichen Dienst generell verwendet werden kann (vgl. Düll et al. 1972, S 11) - hierzu Weiterentwicklung des Ansatzes von Lutz et al. (1970) und Erprobung der "analytischen Griffigkeit" des Ansatzes (S.9)
SelbstdefinitionDie untersuchten Dienstleistungsbereiche an den jeweiligen Standorten werden als "Fallstudien" charakterisiert. Keine weitere Definition einer Fallstudie.
MethodenbegründungIn der Vorbemerkung Feststellung, dass das im Bereich der Bundespost vorliegende statistische Material für die Untersuchung nicht ausreiche und daher qualitative Erhebung notwendig mache (Bd I als auch zusammenfassender Bericht). Im Anhang recht ausführliche Darstellung des methodischen Vorgehens (Bd II als auch zusammenfassender Bericht).
AuswertungKeine Angaben, in welcher Form Daten vorliegen. Fehlen wörtlicher Zitate lässt auf Protokolle schließen. Keine Reflexion der Auswertungsmethoden.
FalldarstellungSehr ausführliche Darstellung der Fälle in 2 Bänden - "sortiert" nach typischen Verläufen technisch-organisatorischer Veränderung
EingabeISF

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