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Neuloh, O. (1960): Der neue Betriebsstil. Tübingen: J.C.B. Mohr.

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InstitutionSFS Dortmund
ProjektbeteiligteNeuloh, Otto (Verfasser); Mitarbeiter und Beiträge von: Dr. Kühn, Markus; Dr. Baerwald, Friedrich
ProjektcharakterFinanzielle Unterstützung durch die Rockefeller Foundation
weitere VeröffentlichungenNeuloh, O. (1956)
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumUntersuchung der Entwicklung zwischen Produktivität und Lohn anhand der Beobachtung zweier Zeiträume: 1924 - 1939 und 1949 - 1954 (S. 332); sonst keine Angaben über den Erhebungszeitraum
FälleEin Unternehmen als "Demonstrationsobjekt" ausgewählt aus 20 "entflochtenen" Hüttenwerken (Vorwort S. XI)
AuswahlHüttenindustrie im Ruhrgebiet der "mittleren Altersgruppe (80-50 Jahre)" (S. 61); "das drittgrößte nach der Belegschaftszahl und weitaus größte Vielseitigkeit der Produktionsabteilungen" (S. 61) Genaue Darstellung der Auswahlkriterien und Eigenschaften, sowie Geschichte und Hintergrund des "Demonstrationsobjekts" (S. 58- 82).
Erhebung1.) "Teilnehmende Beobachtung im weiteren und engeren Sinn" (S. 307): 2 Mitarbeiter waren 5 und 8 Monate als Mitarbeiter im Werk unter teilnehmender Beobachtung im engeren Sinn tätig (S. 310) Beobachtung der "offenen Form" fand während der gesamten Zeit statt (S. 310), dabei Aufteilung in "Beobachtungsfelder" (S. 311); 2.) Befragung: "persönliches 'gelenktes' Gespräch" (S. 312) mit Leitfaden: 70 Fragen; Befragung von 737 Personen nach genauer statistischer Auswahl (S. 322), vorher mehrere Pretests; Ort der Befragung: Hälfte der Interviews bei den Befragten zuhause, andere Hälfte im Werk (S. 323).
ForschungsgebietMitarbeiterpartizipation; Betriebsorganisation; Betriebliche Herrschaft; Betriebliche Sozialpolitik
Fragestellung"1. Inwiefern ist die Stilwandlung der industriebetrieblichen Ordnung ein historisch und theoretisch zu begründendes Phänomen? 2. Welche konstruktiven Möglichkeiten einer neuen Sozialordnung im industriellen Großbetrieb bietet die Mitbestimmungspraxis? 3. Was bedeutet die Gestaltung eines neuen Betriebsstiles in der vitalen Situation der Bundesrepublik Deutschland?" (Vorwort S. X)
TheoriebezugDie Untersuchungsfragen werden nicht auf eine Theorie aufgebaut, lediglich in der Schlussbemerkung wird auf Max Webers Typologie der Herrschaft Bezug genommen (S. 299- 305); "Realsoziologische Fundierung der Mitbestimmung (S. XI)
Ergebnisse1.) "Die Stilwandlung der innerbetrieblichen Ordnung ist ein historisch und theoretisch beweisbares Phänomen" (S. 299); 2.) "Die Mitbestimmung ist eine regulative Idee der großbetrieblichen Ordnung geworden" (S. 305); 3.) "Die Mitbestimmung ist eine konstruktive Idee der westlichen Ordnung überhaupt, deren Reifeprozeß im Interesse der Klärung der eigenständigen vitalen Situation der BRD nicht unterbrochen werden sollte" (S. 305) (siehe Schlussbemerkung S. 299- 305). Die Ergebnisse der Wirklichkeit und Wirkung der Mitbestimmung werden mit Max Webers Typologie der Herrschaft (3 Haupttypen) in Verbindungen gebracht (S. 299- 305): der industrielle Betrieb als bürokratisches Herrschaftsgebilde.
ErkenntniszielDie Auswirkungen der neuen Mitbestimmungs- und Betriebsverfassungsgesetze durch den Deutschen Bundestag in den Jahren 1951/52 auf die Gewerkschaften und innerbetrieblichen Gefüge; politische Aktivitäten der Gewerkschaften 1952. Ziel ist es, die Wirklichkeit und Wirkung der Mitbestimmung in Betrieben herauszufinden und darüber hinaus diese zu bewerten und damit Anregungen für weiteres politisches oder betriebliches Handeln zu geben.
Selbstdefinition"Analyse eines Beispielwerkes" ( Vorwort S.X), "teilnehmende Beobachtung im engeren und weiteren Sinn" (S. 307), "Befragung" (S.312)
MethodenbegründungDie methodische Durchführung wird im Buch sehr genau dargestellt (siehe Methodenkapitel Anhang A, S. 306-327), z.B. Fragebogenentwicklung, der statistischen Auswahl von Befragten und der Befragungssituation; auch begründet wird die genaue Darstellung der Vorgehensweise: "die Offenlegung der Erhebungsmethoden entspricht den Grundsätzen wissenschaftlicher Korrektheit" (S. 306); Ziel ist es darzustellen, wie das Material erhoben und ausgewertet wird; die Begründung der Methode der Beobachtung und der Befragung findet sich im jeweiligen Kapitel A.I und A.II: es sollen wahre Meinungen und innere Gedanken ohne Verfälschung erhoben werden. Teilweise Abgrenzung zur methodischen Durchführung der Hawthorne Studies (S. 326)
AuswertungProtokolle wurden während der Befragungen geführt (S. 328) anschließend wurde das Antwortmaterial in Kategorien eingeteilt, "codifiziert" und quantitativ ausgewertet (genaue Darstellung der Auswertungsverfahren Anhang A:V Die Auswertung S. 328- 331).
FalldarstellungViele Tabellen und graphische Darstellungen im Buch, die jeweils die quantitative Auswertung der Befragungen zeigen; außerdem immer wieder Falldarstellungen von einzelnen Befragten und Zitate aus den Interviews; stellenweise Vergleich mit anderen Werken.
EingabeTUM

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