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Baethge, M.; Oberbeck, H. (1986): Zukunft der Angestellten. Frankfurt: Campus.

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Details

InstitutionSoziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI)
ProjektbeteiligteBaethge, Martin; Oberbeck, Herbert; (bis 1982: Gerstenberger, Friedrich; Schlösser, Manfred; Seltz, Rüdiger)
ProjektcharakterVom Bundesminister für Bildung und Wissenschaft in Auftrag gegeben und zum größten Teil finanziert.
weitere Veröffentlichungen
ProjektlaufzeitKeine Angabe
ErhebungszeitraumHauptuntersuchungen 1979-1982, Kontrolluntersuchungen bis Herbst 1984
Fälle17 Fälle = 17 Betriebe
Auswahl17 Betriebe: 3 Einrichtungen der Kommunalverwaltung, 5 der Industrie, 3 Kreditinstitute, 2 Einrichtungen aus der Versicherungswirtschaft und 4 aus dem Groß- und Einzelhandel. Die ausgewählten Betriebe sollten möglichst technologisch weit fortgeschritten sein. Übersichtstabelle S. 53.
Erhebung1.) Haupterhebungsphase: 291 Expertengespräche mit Vertretern des Managements und des Betriebrates; 92 mehrtägige Funktionsanalysen in den Abteilungen; 527 halbstandardisierte Angestellteninterviews; 2.) mehrere kürzere Kontrollerhebungen.
ForschungsgebietRationalisierung; Angestellte; Qualifikationsanforderungen; Weiterbildung/Qualifizierung/Kompetenzentwicklung; Arbeitsgestaltung
FragestellungWie verändert sich die Stellung der Angestellten unter systematischer Rationalisierung? Welche Zukunft haben Angestellte in der Dienstleistungsgesellschaft?
TheoriebezugEigene Überlegungen zur "systemischen Rationalisierung und der Zukunft der Angestellten" (S. 15ff.). Die Entwicklung von Angestelltenarbeit ist demnach durch verschiedene Aspekte geprägt: u.a. den Wandel zur "Dienstleistungsgesellschaft", dem Abschied vom Taylorismus, sowie Tendenzen der "Refeudalisierung" von Arbeitsverhältnissen am Arbeitsmarkt.
ErgebnisseIn den einzelnen Kapiteln wird Rationalisierung in ihren Ursachen, Ansatzpunkten und Verlaufsformen beschrieben (Kap. 3), es wird auf die Veränderungen in den Tätigkeitsstrukturen und Qualifikationsprofilen in den Angestelltenbereichen eingegangen (Kap. 4), sowie auf den Wandel der Berufsstrukturen und Berufsperspektiven von Angestellten (Kap. 5). Dazu gehört die Verengung der Berufsperspektiven, die Anhebung des Qualifikationsniveaus, die Verfestigung der Arbeitsstrukturen sowie steigende Verunsicherung und wachsende Desillusionierung. Schließlich werden - unter Rückgriff auf die theoretischen Überlegungen und empirischen Erkenntnisse - neue Herausforderungen für die Zukunft der Politik und Wissenschaft aufgezeigt (Kap. 6). Dabei wird auf die Problematik für weibliche Angestellte durch die Zuspitzung des Widerspruchs zwischen internen und externen Berufsperspektiven eingegangen, sowie auf interne Problemlagen, die vor allem durch ein gestiegenes Gestaltungspotenzial hervorgerufen werden. Im letzten Unterkapitel wird zudem mit Hinblick auf die durchgeführte Empirie und die Erfahrungen daraus reflektiert, was sich in Zukunft für interpretative Rationalisierungsforschung ergibt.
ErkenntniszielEs geht um die Analyse der Entwicklung von Arbeits- und Berufsstrukturen von Angestellten. Diese Analyse ist ein wichtiger empirischer Beitrag zur Gesellschaftstheorie (S. 17). "Ziel der Interpretation ist die Herausarbeitung von Entwicklungstendenzen, eine Abschätzung von Potentialität, die der Anwendung der neuen Technologien und dem weiteren Ausbau für die betrieblichen Arbeitsverhältnisse und die Berufsperspektiven der Angestellten innewohnen" (S. 57).
Selbstdefinition"Intensivuntersuchungen" (S. 54)
MethodenbegründungEs gibt ein Methodenkapitel (Kap. 2): Dort wird neben der konkreten Anlage der Untersuchung auch reflektiert, was die besonderen Herausforderungen der systemischen Rationalisierung für die empirische Sozialforschung sind. Praktizierung einer "offenen Empirie" (S. 52), die sich in drei Punkten äußert: "Erstens hat die Offenheit des Forschungsprozesses ihren Ausdruck sowohl in den Auswahlkriterien für die Untersuchungsbetriebe als vor allem auch darin gefunden, dass wir die Untersuchung, auf die wir uns im wesentlichen stützen, als follow-up-Studie durchführen konnten und somit einen über vier bis fünf Jahre laufenden Beobachtungszeitraum für die Analyse der Rationalisierungsprozesse zur Verfügung hatten" (S. 52). Zweitens: Durchführung der Feldarbeit: "Wir haben uns dabei mehr oder weniger am traditionellen industrie- und arbeitssoziologischen Methoden-Ensemble orientiert, mit dem im SOFI in den letzten 15 Jahren eine stattliche Reihe von Studien durchgeführt worden sind" (S. 54). Diese Methoden wurden auf das breite, heterogene Untersuchungsfeld zugeschnitten. "Wir würden unser methodisches Vorgehen als eine Mehr-Ebenen-Analyse bezeichnen, die keine wirkliche cross examination ist, wohl aber Elemente von ihr enthält" (S. 55). "Das Neuartige an unserer Untersuchung liegt schließlich darin, dass wir als eine weitere Analyseebene die überbetrieblichen Interessenorganisationen der Arbeitgeber und die Gewerkschaften einbezogen (...) haben" (S. 55). "Der dritte Punkt schließlich zielt auf die Interpretation der Befunde, die unter den Anforderungen einer offenen Empirie schwieriger geworden ist. Ziel der Interpretation ist die Herausarbeitung von Entwicklungstendenzen, eine Abschätzung von Potentialität, die der Anwendung der neuen Technologien und dem weiteren Ausbau für die betrieblichen Arbeitsverhältnisse und die Berufsperspektiven der Angestellten innewohnen" (S. 57).
AuswertungKeine Angabe
FalldarstellungAuf Seite 53 gibt es eine tabellarische Übersicht der Fälle. Ansonsten tauchen diese nicht systematisch im Fließtext auf.
EingabeTUM

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